Hier isst der Berliner Bürgermeister aus einem Teller mit einem Schwulenhasser ... und gegen Juden hetzte er auch noch
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Die Internationale Tourismus Börse (ITB) in Berlin ist nicht nur die größte Tourismusmesse der Welt, sondern auch ein hervorragender Anlass, um fremde Kulturen kennenzulernen. Das „Gastland“ der diesjährigen ITB ist der Oman – vertreten von Tourismusminister Salim bin Mohammed Al Mahrouqi, der Juden wie Homosexuelle gleichermaßen ablehnt.
Auch Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, und der Queer-Beauftragte des Senats, Alfonso Pantisano, gaben sich die Ehre und nutzten die Gelegenheit, ein perlendes Stück Doppelmoral zur Schau zu stellen.
Wegner und der Antisemitismus
Kai Wegner bleibt sich treu. Nach dem anti-israelischen Berlinale-Eklat sprach der Politiker ein Machtwort, das, wie sonst auch, ohne Resultate blieb. Wie auch bei anderen antisemitischen Vorfällen verurteilte der Christdemokrat den Vorfall, kündigte Maßnahmen gegen Judenhass an, um sich dann wieder voll und ganz dem Tagesgeschäft zu widmen.
Dass Wegner die Sorgen der jüdischen Bevölkerung in Berlin offensichtlich nicht ernst nehmen will, wurde nun auf der ITB deutlich. Der omanische Tourismusminister Salim bin Mohammed Al Mahrouqi nahm seinen Besuch auf der Messe zum Anlass, seine These vom Genozid Israels an den Palästinensern zu verlautbaren. Wichtig dabei anzumerken: Das „Gastland“ Oman erkennt den Staat Israel ausdrücklich nicht an.
Für diese bemerkenswerte Kombination aus verfehlter Diplomatie und Genozid-Lüge wird Mahrouqi von Wegner weder kritisiert noch offiziell darauf angesprochen. Der Berliner Bürgermeister überreichte ihm ein Präsent und eröffnete gemeinsam mit ihm die Messe. Obendrein aß der Bürgermeister buchstäblich aus einem gemeinsamen Teller mit dem omanischen Minister.

Bürgermeister Kai Wegner und Tourismusminister Salim bin Mohammed Al Mahrouqi, bekennender Antisemit und Vertreter einer schwulenfeindlichen Nation, teilen sich den Teller. (Quelle: ITB)
„Antisemitismus hat in Berlin keinen Platz“, schrieb Wegner einst auf X – hat er wohl vergessen beim Suppe löffeln.
Mehr NIUS: Heiße Luft statt Konsequenzen: Wie Berlins Bürgermeister den Judenhass in seiner Stadt ignoriert
Bis zu drei Jahren Haft für Homosexualität
Mit von der Messe-Partie war auch der Berliner Queer-Beauftragte Alfonso Pantisano, der den Queer-Stand auf der Messe betreute. Ob er den Anlass nutzte, um die omanische Vertretung auf ihr menschenverachtendes Bild gegenüber Homosexuellen anzusprechen? Wohl eher nicht.
Der Oman belegt Platz 165 auf dem globalen Sicherheitsranking für LGTB-Personen. Gleichgeschlechtlicher Verkehr wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.
Zuvor bewarb die ITB die Messe übrigens mit dem Slogan „Travel with pride. Together.“ Meine Empfehlung lautet: In den Oman sollten die Schutzbefohlenen des Queerbeauftragten besser nicht reisen.

Alfonso Pantisano (rechts) am Queer-Stand
Kampf gegen Antisemitismus – außer den islamistischen. Kampf gegen Queerfeindlichkeit – außer den von Muslimen. Anders lässt sich die Doppelmoral Wegners und Pantisanos nicht beschreiben.
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