Wie die neue Allianz des Judenhasses die Hauptstadt erobert
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Es ist eine neue Allianz des Judenhasses, die deutsche Straßen erobert: Radikale Muslime demonstrieren Seite an Seite mit Sozialisten und woken Queer-Aktivisten gegen Israel. In Kreuzberg gingen am Samstag rund 1500 Menschen auf die Straße, priesen in Sprechchören den Drahtzieher des Hamas-Massakers vom 7. Oktober, Yahya Sinwar, und riefen zur Intifada auf, zum Mord an Juden also. Die Polizei löste die Demonstration nach Straftaten auf.
Wenige Kilometer weiter, in Berlin-Mitte, demonstrierten rund 60.000 Menschen ebenfalls gegen Israel. Der Demonstrationszug für die Anständigen, so das Selbstbild, die natürlich kein bisschen antisemitisch sind, aber den Staat Israel und dessen „Völkermord“ kritisieren wollen. Die Realität lässt dieses Selbstbild rasch zerschellen: Der Spiegel schildert, wie die Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner die Bühne der Kundgebung in Mitte betreten will und von arabisch sprechenden Frauen abgedrängt wird, weil sie sie für eine Israelin halten: „Kindermörder Israel“ und „Tod Israel“ rufen die Frauen, so das Magazin.
Als sie es doch noch ans Rednerpult schafft, erklärt Schwerdtner: „Ich habe zu lange geschwiegen, es ist ein Genozid.“ Sie ist nicht die einzige, die sich neuerdings öffentlich selbst anklagt. Auch die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer entschuldigt sich zuletzt immer wieder umständlich bei ihren Followern dafür, nicht früher gegen Israel das Wort erhoben zu haben.

Schwerdtner und ihr Co-Chef Jan van Aken auf der Demonstration.
Reminiszenz an die deutsche Geschichte
Der Sound dieser Entschuldigungen trägt die Reminiszenz an die deutsche Geschichte bereits in sich, jahrzehntelang war dies der Hauptvorwurf an die Deutschen: zu lange geschwiegen und so den Aufstieg der Nationalsozialisten ermöglicht zu haben. Israels Krieg gegen die Hamas ist dem piefigen linken Bürgertum hierzulande ein willkommener Anlass, um die „deutsche Staatsräson“ endlich mit dem noch immer tief sitzenden Antisemitismus zu vereinen und gegen die Juden zu wenden. Nicht jeder spricht es so deutlich aus wie die Rapperin Ebow, die am Samstag auf der Anti-Israel-Demonstration sang: „Sie sagen ‚Nie wieder‘, doch es passiert wieder.“ Immerhin entschloss sich das Haus der Kulturen der Welt nach der NIUS-Berichterstattung und massivem politischen Druck, das Konzert der Rapperin am 7. Oktober im Rahmen des Böhmermann-Festivals abzusagen.
Wer sich fragt, warum die proisraelischen Gegendemonstration am Samstag gerade einmal 100 Menschen auf die Straße brachte, konnte die Antwort darauf ebenfalls auf den Straßen Kreuzbergs sehen: Die islamistische Einschüchterung wirkt. Wer Juden offensiv verteidigt, der muss um seine körperliche Unversehrtheit fürchten. Deutschland hat keinen Benjamin Netanjahu, der Islamismus so lange bekämpft, bis Juden sich im Land frei bewegen können, ohne sich gegen Gewalt wappnen zu müssen.
In seiner „Jüdischen Weltgeschichte“ erklärt der Historiker Michael Wolffsohn: „Einst wurde der wehrlose Jude verachtet, heute der wehrhafte.“ Noch immer muss der wehrhafte Jude als Täter herhalten, selbst wenn er zum Opfer des schlimmsten Pogroms seit 1945 wird. Welche Gefahr vom Islamismus ausgeht, davor verschließt die Anti-Israel-Allianz nur allzu gerne die Augen: Sowohl die Gefährdungslage für Juden im Nahen Osten als auch hierzulande wird heruntergespielt, lieber paktiert man mit den Islamisten.
Islamismus-Festival für Kinder
Wie etwa in der Hauptstadt, wo am Wochenende ein Islamismus-Festival für Kinder stattfand, inklusive Bastelecken mit Palästina-Fahnen zum Ausmalen und Stoffbeuteln, auf denen Israel von der Landkarte ausradiert wurde. Finanziert selbstverständlich von deutschen Steuerzahler über einen Fördertopf der Stadt Berlin.

Bastelspaß in der „kreativen Ecke“.
Berlin kristallisiert sich als Zentrum des deutschen Islamogauchisme heraus, der Verbindung von Islamismus und linker Ideologie. Junge Wesen ohne erkennbare Geschlechtszugehörigkeit, dafür mit Haarspangen, sitzen auf Rasenstreifen zwischen Hauswänden, die Hamas-Dreiecke und „Free Palestine“-Schriftzüge zieren. Ob den Frauen nun die Brüste abgebunden oder sie gleich ganz verschleiert werden, kommt im Grunde auf dasselbe hinaus. Im Hass auf das Weibliche sind sich Trans-Ideologie und Islam nah.
Mit der Linken haben beide Gruppen eine gemeinsame Partei gefunden. Die vielen „Neubürger“ zahlen sich für die Partei an der Wahlurne aus. Bei der Bundestagswahl landete sie unter Muslimen mit deutscher Staatsbürgerschaft mit 29 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von SPD und BSW. In Berlin-Neukölln holte sich Ferat Koçak mit 30 Prozent das Direktmandat. Er machte im Juni Schlagzeilen, nachdem er in einem Musikvideo zu den Zeilen „Wir lassen Faschos brennen“ tanzte.

Kocak im Video des Rappers Dahabflex.
2024 feierte die Einbürgerungsbehörde der Hauptstadt 20.000 Einbürgerungen mit einer Torte, für das nächste Jahr hat Behördenchef Engelhard Mazanke das Ziel von 40.000 Einbürgerungen ausgegeben. Die Welt am Sonntag berichtete kürzlich, dass im ersten Halbjahr dieses Jahres in der Hauptstadt von 20.734 Entscheiden über Einbürgerungen nur 674 negativ ausfielen. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft will, bekommt sie, zur Not kauft er sich das Sprachzertifikat für ein paar Tausend Euro auf Tiktok. Die Ausweisung des Islamismus wird durch die massenhafte Einbürgerung unmöglich.
So schaffen Berliner Behörden Fakten, während Friedrich Merz kürzlich bei der Wiedereröffnung einer Münchener Synagoge Tränen über die Shoah vergoss und dem Antisemitismus dem Kampf ansagte: „politisch ohnehin, aber auch strafrechtlich und in jedweder gesetzgeberischen Form, die uns möglich ist und die notwendig sein sollte. Wir werden Antisemitismus auch im Gewand der vermeintlichen Freiheit der Kunst, der Kultur und der Wissenschaft nicht dulden.“
Es sind Worthülsen, die leer bleiben, weil der Antisemitismus mit staatlicher Unterstützung längst linke Popkultur geworden ist.
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Pauline Voss
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