Kanzler sucht Koch: Hoffentlich wird Scholz auch mal die Wahrheit serviert!
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Lust auf eine neue berufliche Herausforderung? Am Sonntag endet die Bewerbungsfrist auf einen Job, bei dem Sie der Regierung nicht nur metaphorisch, sondern wortwörtlich in die Suppe spucken könnten. Das würden Sie aber wahrscheinlich nur einmal machen – und danach eine neue Beschäftigung suchen.
Die Küche der Macht braucht Verstärkung! „Das Bundeskanzleramt sucht am Dienstort Berlin für den Servicebereich des Kanzlerbüros zum nächstmöglichen Zeitpunkt für eine Elternzeitvertretung bis voraussichtlich Ende 2025 einen Koch / eine Köchin (m/w/d).“ So heißt es in der amtlichen Ausschreibung.
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung, Erfahrung „in der gehobenen Gastronomie“ sowie eine „solide Allgemeinbildung und Interesse für Politik“. Klar, wenigstens einer im Kanzleramt sollte sich ja für Politik interessieren. Vergütet wird der Kanzler-Koch mit 3042 bis 3708 Euro brutto, dazu kommen 220 Euro Ministerial- und 40 Euro Schicht-Zulage.
Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann ran an die Bewerbungsunterlagen und heute noch losschicken. Und wenn Sie den Job wirklich bekommen, vergessen Sie nicht, wo Sie die Stellenanzeige zuerst gesehen haben – nämlich hier.

Kanzler sucht Koch: Die Stellenausschreibung des Kanzleramtes
In dem Fall wäre ein kleines Dankeschön angebracht: Servieren Sie Scholz einfach mit besten Grüßen von mir vier Gänge gepfefferte Wahrheit, die ihm die Ja-Sager im Kanzleramt sonst nicht auftischen.
Vier Kanzler-Gänge mit unbequemen Wahrheiten
1. Gang, Suppe: Scholz der unbeliebteste Kanzler seit Beginn der Wetter-Aufzeichnung, weil er nichts von dem ausstrahlt, was das Volk vom Regierungschef in einer Krisenzeit erwartet: Führungsstärke, Vision, Kommunikation, Empathie. Niemand würde merken, ob Scholz eine Woche im Urlaub ist oder einfach vergessen hat, das Büro im Kanzleramt zwischendurch auch mal zu verlassen. Deswegen sind 82 Prozent der Deutschen unzufrieden mit der Regierung.
2. Gang, Salat: Die selbst ernannte Fortschrittskoalition aus SPD, Grünen und FDP ist nichts anderes als eine Zweckgemeinschaft, die sich gegenseitig mit Steuergeld finanzierte Versprechen gegeben hat, die ihnen jetzt um die Ohren fliegen. Jeder im Land spürt, dass es nichts gibt, was die Regierungspartner wirklich verbindet: Es gibt keine mehrheitsfähige Vision von einem Ampel-Deutschland – nicht mal in der Regierung. Und der Kanzler hat nicht die Kraft, aus seinen Ich-AGs eine Einheit zu formen.
3. Gang, Hauptgericht: Jeder im Land kennt inzwischen den deftigen Unterschied zwischen dem, was der Kanzler sagt und dem, was er wirklich macht. Erinnern wir uns an sein aufs Spiegel-Cover gedruckte Versprechen: „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben“. Das war am 20. Oktober 2023. Fast vier Monate später dümpelt die Regierung weiter kraftlos durch die Migrationskrise.

Mahlzeit! Scholz beim Truppenbesuch mit Wurst
4. Gang, Nachtisch: Scholz braucht für den nächsten Wahlkampf dringend eine neue Schallplatte, weil die „Respekt“-Nummer einmal geklappt hat und jetzt niemand mehr drauf reinfällt. Ein Mann, der das Bürgergeld erst einführt und nach dem Scheitern auf ganzer Linie immer noch keine Notwendigkeit sieht, den Fehler zu korrigieren, kann keinen Respekt vor den Menschen haben, die dieses Bürgergeld jeden Tag mit ihrer Arbeit finanzieren.
Also. Viel Glück bei der Bewerbung. Ich zähle auf Sie.
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