Lieber Klima-Gott, lass mich dieses Jahr einfach mal in Ruhe!
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Der Potsdamer Klimaforscher Mojib Latif ist ein ehrenwerter Mann, da bin ich sicher. Aber ich habe ihn im vergangenen Jahr so oft im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen sprechen hören, dass ich ihn ohne Bild an seiner Stimme erkennen würde.
Was immer er sagt: Am Ende klingt es immer so, als würde bald die Welt untergehen, wenn wir nicht … Ich habe das Video mit den schmelzenden Eisbergen in Grönland gefühlt 100 Mal in ARD und ZDF gesehen. Du entkommst ihm nicht, es ist fast immer derselbe Film, meist mit anderen Stimmen unterlegt. Gut passen dazu die Schneekanonen in den Alpen, weil ja – wegen was wohl – nicht mehr genug Schnee fällt.
Mein Wunsch für dieses Jahr lautet: Lieber Klima-Gott Latif, liebe ewig Klima-Bewegten – macht 2024 mal ein bisschen leiser.

Screenshot aus der ARD-Doku: „Into the Ice – Expedition in Grönlands kaltes Herz“
Ich tue meins: Müll trennen, Fahrrad fahren, kaum fliegen, kaum Auto fahren, lieber Möhren aus Neubrandenburg als Möhren aus Neuseeland. Aber nun ist auch mal genug. Ich wünsche mir, dass 2024 nicht als nächstes Klima-Katastrophen-Jahr ausgerufen wird. Macht ihr mal Eures, aber mit Klugheit. Und nervt nicht wieder so.
Wenn das erste Wort nicht mit „Klima“ beginnt, hatte man den Eindruck, stimmt irgendwas nicht in Deutschland: Klima-Aktivisten, Klima-Kleber, Klima-Warner, Klima-Forscher. Was Klima heißt, muss gut sein. Wo Klima drauf steht, muss auch Klima drin sein. Klima-Menschen sind gute Menschen. Und der Weltuntergang steht unmittelbar bevor.
Tut er nicht. Da bin ich sicher.
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