Friedrich Merz bedient sich am Tag der Deutschen Einheit an den Chiffren des neuen Sozialismus
Ein Beitrag von
Ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit, an dem wir die Überwindung des „antifaschistischen Schutzwalls“ und der Teilung unseres Landes feiern, bedient sich Friedrich Merz an den Chiffren des neuen Sozialismus, der Deutschland über 35 Jahre nach dem Mauerfall wieder teilt.
Konkret schreibt Merz zum 3. Oktober auf X: „35 Jahre Deutsche Einheit sind ein Grund zu feiern. Die Vereinigung war kein Selbstläufer, sondern das Werk mutiger Menschen, die für Freiheit und Demokratie einstanden. Es bleibt unsere Aufgabe, aufeinander zuzugehen: in Ost, West, Nord und Süd. Unsere Vielfalt macht uns stark.“

Friedrich Merz feiert am Tag der Einheit die „Vielfalt“.
Selbstverständlich ist die Vokabel bewusst gewählt, auch wenn Friedrich Merz sich eines Tricks bedient. Er benutzt „Vielfalt“ nicht so, wie den Begriff für gewöhnlich Linke und Sozialisten nutzen, nämlich als Chiffre für noch mehr Überfremdung und Islamisierung. Merz spricht geografisch von innerdeutscher „Vielfalt“, von „Ost, West, Nord und Süd“.
Merz biedert sich dem linken Lager an
Die aber gilt es überhaupt nicht zu feiern am Tag der Deutschen Einheit. Merz nutzt die Vokabel, um dem linken Lager zu signalisieren, dass er an ihrer Seite steht. Genau dieses linke Lager propagiert unter der Ideologie des vermeintlichen Schutzes von „Vielfalt“ aber genau jene politische „Brandmauer“, die früher als „antifaschistischer Schutzwall“ das Land teilte.
Offenbar hat Friedrich Merz nicht nur wenig Interesse daran, den geistigen Erben der deutschen Teilung am Tag der Einheit etwas entgegenzusetzen, er biedert sich ihnen auch noch an. Letztlich suggeriert er, dass er den neuerlichen Riss durchs Land im Namen des Antifaschismus sogar eher begrüßt als ablehnt: Vielfalt ist die Stärke, nicht die Einheit.

Friedrich Merz hält zum Tag der Deutschen Einheit eine Rede in der Congresshalle Saarbrücken.
Grüne Abgeordnete feiert am 3. Oktober „Vielfalt“ des Islam
Wie „Vielfalt“ eigentlich gemeint ist, gibt derweil die Grüne Partei den Deutschen sogar am Tag ihrer Einheit unmissverständlich zu verstehen. Die Berliner Bundestagsabgeordnete Julia Schneider rief für den 3. Oktober zum Besuch einer Moschee auf. In einem Video auf Instagram erklärt sie: „Bald ist der 3. Oktober und was würde besser zum Tag der Deutschen Einheit passen, als die Einheit unserer Vielfalt darzustellen und diese Moschee zu besuchen.“
In dem Video steht Julia Schneider vor der Khadija-Moschee in Berlin-Pankow. Auch der zugehörige Imam der Moschee kommt zu Wort. Er lädt zum Tag der offenen Tür in die Moschee ein, der seit fast 30 Jahren bundesweit am 3. Oktober stattfindet.
Dass Friedrich Merz die Deutschen nicht so recht leiden kann, machte er auch in seiner Rede in der Congresshalle Saarbrücken zum Einheits-Festakt wenige Stunden nach seinem Tweet deutlich. Wie schon vor einer Woche auf dem Tag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion hielt er den Bürgern vor, „larmoyant“ zu sein. Diesmal nur nicht ganz so direkt und ein wenig durch die Blume. Mittlerweile wissen ja aber alle, wie’s gemeint ist.
Mehr NIUS:
Jan Josef Liefers als Versöhner: Macht diesen Mann zum Bundespräsidenten!
Die neue Esskultur der Deutschen Bahn: Currywurst ohne Pommes, kein Speiseeis
Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Mehr NIUS:
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Wegducken gilt nicht mehr: Die CDU muss vor der Wahl sagen, ob sie mit den Linken regieren würde
Die letzten Helden tragen Trikots
Gedenken an den 17. Juni: Die Einheit wurde uns nicht geschenkt
Jens Winter
Artikel teilen
Kommentare