Migrationsforscherin Naika Foroutan belehrt die Deutschen: Euer Land gehört euch nicht!
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Gerade erst ist Naika Foroutans neues Buch „Es wäre einmal deutsch“ erschienen, da sorgt die Chefin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM-Institut) mit einem Gastbeitrag bei Focus Online für erhitzte Gemüter. „Sie erkennen ,Ihr’ Land nicht mehr? Dann haben Sie etwas falsch verstanden“, belehrt die 51-Jährige mit passiv-aggressivem Ton die deutsche Mehrheitsbevölkerung und schreibt ihnen so die Rolle des gehorsamen Schülers zu.
Man müsse sich eben daran gewöhnen: Das Land sehe „anders aus, es ist jünger geworden, es spricht anders, es isst anders, es betet anders als früher. Doch sie vergessen: Dieses Land gehört per se niemandem“, behauptet Foroutan und umschreibt damit die eigentliche Botschaft: Dieses Land gehört vor allem nicht mehr euch, liebe Deutsche.
Foroutans Aufsatz fängt einen Zeitgeist ein, der mittlerweile zum guten Ton geworden ist. Was vor wenigen Jahren in zahlreichen Medien noch als rechtsextreme Panikmache verdammt wurde, wird mit ihren Worten nun zur unumgänglichen, aber positiven Entwicklung verklärt. „Das letzte Jahrzehnt hat Deutschland demographisch stark verändert. Die Diversität, die vor allem mit Migration verbunden wird, hat sich ausgeweitet“, schreibt die Politikwissenschaftlerin. Mittlerweile wird der demografische Wandel und seine Folgen also nicht mehr geleugnet, sondern begrüßt. „Sie werden die Mächtigen sein“, titelte jüngst auch die Zeit und schob hinterher: „Deutschland will nicht begreifen, was es heute ist: ein Land, in dem Migranten nicht mehr die Minderheit sein werden, sondern gefragter denn je.“
Nicht durch Zufall entstanden
In der Berliner Zeitung stimmte der iranische Publizist Behzad Karim Khani im Mai „Biodeutsche“ auf ihr Wegsterben und die Übernahme des Landes durch Migranten ein. „Integriert euch doch selbst“, lautete seine Ansage, garniert mit der süffisanten Bemerkung: „Und Sie, liebe Biodeutsche, demografisch gesehen, gehen Sie durchaus weg. Sie sterben weg, und Ihr Land braucht für die kommenden 15 Jahre circa 400.000 neue Arbeitskräfte, das heißt ungefähr eine Million Einwanderer pro Jahr. Wir Migranten werden dieses Land wohl erben. Wir könnten hier also auf Zeit spielen.“
Alle genannten Autoren spielen auf eine Dynamik an, die nicht durch Zufall entstand, sondern durch die politischen Verantwortlichen von der CDU bis hin zu den Grünen insbesondere seit der Asylkrise 2015 bewusst vorangetrieben wurde: Zwischen 2011 und 2022 stieg die Zahl der Ausländer in Deutschland von 6,3 Millionen auf 13,4 Millionen. Da die Einwanderung sich insbesondere auf den Nahen Osten konzentriert, wächst automatisch auch die Zahl der Muslime im Land. Zusätzlich erhöht sich Jahr für Jahr der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund.

Die Bevölkerungspyramide in Deutschland Quelle: Statistisches Bundesamt
Vor allem in den jüngeren Jahrgängen macht sich dies deutlich bemerkbar: 2022 hatten in Deutschland 41,6 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund. In der Öffentlichkeit ist es kaum möglich, vor den Folgen dieser Entwicklung zu warnen, ohne in die rechte Ecke gedrängt zu werden - es sei denn, man stellt sich auf die Seite Naika Foroutans und begrüßt diesen demografischen Wandel ausdrücklich.
Dabei ist jedem klar: Es entstehen Probleme, wenn ein Land sich einem solch radikalen demografischen Wandel unterzieht. Je weniger unter einzelnen Bevölkerungsgruppen kulturelle Gemeinsamkeiten und Verbindlichkeiten bei grundlegenden Fragen existieren, desto schwieriger wird auch das Zusammenleben. Selbst Foroutan weiß das, wenngleich sie die Schuld stets bei der „strukturell-rassistischen“ Mehrheitsgesellschaft sucht. „Wenn andere, die bisher eher am Rande standen, sich zusammenschließen, sichtbarer werden, wissen, was ihnen demokratisch zusteht, und nun offensiver ihre Rechte einfordern, dann erzeugt das Konflikte“ schreibt sie. Über konkrete Konflikte will die DeZIM-Chefin dann aber nicht reden, schließlich muss sie diese als vom Steuerzahler fürstlich alimentierte Beamtin auch nicht aussitzen.
Kein Wort fällt bei der in Teheran geborenen Autorin über die massiven Probleme im Bildungssystem durch die gestiegene Einwanderung. Verschwiegen werden die polizeilichen Kriminalstatistiken, bei denen nicht-deutsche Tatverdächtige in jedem Jahr deutlich überrepräsentiert sind. Auch das nicht eingelöste Versprechen der „Facharbeiter“ wird ausgespart, während knapp 55 Prozent aller hier lebenden Syrer, immerhin über 500.000 Menschen, weiterhin Bürgergeld beziehen. Stattdessen verspricht Foroutan lieber „migrantisches Gold“.
Du kannst dich nicht von deiner Schuld lösen
Die Funktion von Aktivisten wie Foroutan ist klar. In der öffentlichen Debatte dienen sie als Einpeitscher, die medial die Richtung vorgeben, die später durch die Politik verwirklicht wird. Europa wird nicht mehr als liberale Errungenschaft gefeiert, sondern als unterdrückendes Machtgefüge im Zeichen der „White Supremacy“ („Weiße Vorherrschaft“) diskreditiert. Jeder weiße Mensch ist per se in seinem strukturellen Rassismus verhaftet. Foroutan verortet Rassismus nicht (nur) individuell, also von Mensch zu Mensch, sondern beschreibt ihn als „Dominanzstruktur“, das „auf einer institutionellen und strukturellen Ebene über Generationen wirkt“, wie sie es in einem Aufsatz für die Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte formulierte. Mit anderen Worten: Du kannst dich als weiße Person von deiner Schuld und der deiner Vorfahren niemals lösen.
Die Politik folgt hörig ihren Worten. Im November 2020 diskutierte Foroutan beispielsweise in einem Livestream mit SPD-Chefin Saskia Esken und dem heutigen Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) über die Möglichkeit eines Antirassismus-Ministeriums. Die beiden Politiker zeigten sich aufgeschlossen, versprachen in jedem Fall den Kampf gegen Rassismus bei einer Regierungsbeteiligung zu einem Hauptanliegen zu machen. Bekanntlich sind die Fördermittel für das DeZIM-Institut seit dem Antritt der Ampel-Koalition weiter gestiegen. Überhaupt macht die unter der Expertenflagge „Wissenschaftlerin“ segelnde Foroutan aus ihrer Vorliebe für linke Parteien keinen Hehl.

Dieses Land gehöre niemandem, schreibt Naika Foroutan
Angesichts einer „präfaschistischen Phase“ in der europäischen Politik sprach sie sich schon 2018 dafür aus, die Grünen zu wählen. Nur diese Partei könnte die ausländischstämmige Bevölkerung in die Gesellschaft integrieren. „Die Grünen sind die einzigen, die in der fundamentalen Frage, wie das neue Deutschland aussehen muss, nicht auf Distanz gegangen sind. Robert Habeck ist ein Suchender, der mit viel Herzenswärme eine Politik für die Bevölkerung macht. Und hier hätte er Potential, die migrantische deutsche Bevölkerung gezielter zu adressieren und in diese Wärme einzubinden.“
Sowohl Parteien wie die Grünen als auch Aktivistin wie Foroutan eint der feste Glaube an die Utopie einer „no borders, no nations“-Ideologie. Entsprechend fordert die DeZIM-Chefin in ihrem Text: „Festung Europa war gestern – heute brauchen wir die Plaza Europa, den Marktplatz der Zukunft.“ Dieser grenzenlose Marktplatz ohne Regeln und Sicherheiten ist für einen großen Teil der Bevölkerung jedoch längst zur Dystopie geworden.
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