Milram wird bunt. Für manche zu bunt.
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Diese Werbekampagne von drei Künstlern sollte unpolitisch sein: Das kreuzbrave Molkereiunternehmen Deutsches Milchkontor aus Bremen wollte „bunt illustriert, vielfältig und modern“ auftreten. Deshalb beauftragte Deutschlands größte Molkerei die Künstler, Milram-Käsesorten wie Müritzer, Burlander und Sylter, ein neues Design für eine befristete Edition zu verpassen. Statt romantischer norddeutscher Landschaften aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sieht man jetzt viele bunte Menschen im Gespräch miteinander.
Auf den Verpackungen sind mehrere Motive aufgedruckt, die sowohl Menschen mit heller Haut als auch mit schwarzer Hautfarbe zeigen. Auf einigen Motiven schauen sich zwei Personen verliebt an, auf anderen sind glückliche bunte Familien aus jüngeren und älteren Menschen zu sehen.

So sah der Milram-Käse vor der woken Neugestaltung aus.
„Ich such’ mir einen anderen Lieblingskäse“
Die Kommentare im Internet sind heftig. „Ihr könnt euren woken Scheiß behalten“, kommentiert ein Nutzer auf X. Ein anderer schreibt: „Ich rufe alle Deutschen mit gesundem Menschenverstand dazu auf, Milram zu boykottieren.“ Ein anderer fragt: „Ist das die neue Zielgruppe von Milram? Wenn das so ist, muss ich mir leider einen anderen Lieblingskäse suchen.“ Eine weitere Stimme: „Lasst den Käse vergammeln!“
Die Mehrheit der User lehnt das neue Verpackungsdesign ab, das sie als politisch motiviert wahrnimmt. Der Versuch, Diversität abzubilden, wird vielfach als Bevormundung empfunden und führt teils zu Boykottaufrufen. Zum Beispiel dieser: „Milram, mich habt ihr als Kunden somit verloren. Die Auswahl ist riesig. Und wenn ihr mir zeigen wollt, wie es in ein paar Jahren in Deutschland aussieht, wird mir beim Verzehr eures Käses nur noch übel.“ Und: „Schön, dass wir wenigstens hier noch etwas aktiv dagegen unternehmen können – einfach in den Regalen verschimmeln lassen.“ Und zu guter Letzt: „Einfach nicht mehr kaufen den Käse. Die merken auch irgendwann, wer die Mehrheit ist. Die ist jedenfalls nicht woke.“
Ein Viertel der Nutzer bezweifelt, dass das Design unpolitisch ist. Sie werfen der Marketingstrategie Zeitgeistanbiederung vor und sehen in den subtilen Botschaften eine Beeinflussung.
Wer zu woke ist, den bestraft das Leben. Die Auto-Edelmarke Jaguar hat sich mit woker Anti-Auto-Werbung fast in den Abgrund gefahren. Walt Disneys woker Chef musste gehen. Seit Trump rudern die meisten sich woke gebenden US-Konzerne zum Status quo ante zurück.
Milram entdeckt gerade woke Werbung. In Deutschland kommt eben alles ein bisschen später.
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