Minus 43,6 Grad Celsius: Schweden ist so kalt wie seit 25 Jahren nicht mehr
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In Skandinavien ist der Winter eingebrochen. In der Nacht auf Mittwoch wurden Temperaturen von minus 43,6 Grad gemessen.
Und das, obwohl 2023 das heißeste Jahr seit 125.000 Jahren war. So zumindest verkündete es der EU-Klimawandeldienst Copernicus Climate Change Service (C3S) im November 2023. Auch in Deutschland war das vergangene Jahr angeblich das heißeste seit der Industrialisierung, also dem Beginn der Aufzeichnungen 1881.

Hilfe, Hitze!
Längst sind wir rhetorisch von Klimawandel über Klimakrise zur Klimakatastrophe gelangt. Nichts ist mehr Wetter, alles ist Klima. Sonne im Sommer ist demnach nicht mehr normal, sondern eine lebensbedrohliche Auswirkung des Klimawandels. Anhaltende Trockenheit ist nicht mehr jahreszeitenbedingt üblich, sondern Klimawandel. Zu viel Regen ist allerdings auch Klimawandel.

Zu starker Regen könnte bereits auf Klimawandel hindeuten.
Ist die klirrende Kälte in Schweden Wetter oder Klimawandel?
Dieser Logik folgend, dass kein meteorologisches Ereignis mehr nüchtern im Kontext von Saison oder Region betrachtet und beschrieben werden kann, müsste auch bittere Kälte ein außergewöhnliches Anzeichen für den Klimawandel sein.
Wenn jedes Wetter nun Klima ist, dann auch der Kälteeinbruch in Schweden. Minus 43 Grad und Schnee lassen die Menschen dort seit Tagen bibbern. In fast allen Medien, inklusive der Tagesschau, die sich niemals zu schade ist, Wetter und Klima gleichzusetzen, gibt es zur schwedischen Kälte allerdings nichts als nüchterne Berichterstattung. Das Wort Klimawandel kommt nicht vor.

Wenn es dem Zweck dient, wird der Schnee vielleicht auch bald zum Symbol der Klimaerwärmung.
Die Erde brennt
Ja, wir wissen, der Klimawandel macht Mutter Erde immer wärmer. Da irritiert es eben, wenn doch viel Schnee fällt und wenn es, entgegen der Prognosen, auch mal kalt wird.
Es gibt aber eine Lösung für dieses Dilemma. Die bayrische Grünen-Politikerin Katha Schulze demonstrierte diese unlängst: Vor einem bodentiefen Fenster stehend, im Hintergrund eine schneebedeckte Landschaft, verkündete sie auf ihrem Instagram-Kanal: „Die Erde brennt!“ Und fügte schnell hinzu: „Auch wenn es gerade nicht so aussieht.“ Das war dann doch nur Wetter in Zeiten des Klimawandels. Und wenn es sein muss, kann man immer noch von einer Kälte-Katastrophe sprechen oder verkünden, die neue klimawandelbedingte Eiszeit sei angebrochen.
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