Nun ade, du schöner Sommer!
Ein Beitrag von
Sie haben alles versucht, um uns diese Monate kaputtzumachen – übertriebene Hitzewarnungen, Klima-Angst, zu heiß, zu kalt, zu wenig Regen, zu viel Regen.Nun ist der Sommer vorbei – und ich möchte sagen: Nun ade, du schöner Sommer, wir werden dich vermissen. Oder, wie Hölderlin dichtete:
Geh unter, schöne Sonne, sie achteten
Nur wenig dein, sie kannten dich, Heilige, nicht,
Denn mühelos und stille bist du
Über den Mühsamen aufgegangen.
Etwas handfester formuliert: Was immer der vergangene Sommer brachte – irgendwie war es nie allen recht. Ich habe hier keine Lust, Sie mit Statistiken zu langweilen. Nur so viel: In einer Woche im Juni gab es ein paar schöne Tage. Und gleich folgte eine Welle von Hitzewarnungen. „Die Wetterkarten der Tagesschau“, schreibt die Welt, „waren schon bei Werten von 28, 29 Grad im tiefsten Alarmrot eingefärbt, während dieselben Karten 2005 noch Regionen mit 34 Grad in strahlendem Sonnengelb präsentierten.“
Zu wenig Regen, zu viel Regen – Hauptsache, es wird gewarnt
Im August wurde im Netz auf allen Kanälen gewarnt: vor geringer Hitze, vor gefährlicher Hitze, vor mäßigem Regen, vor Starkregen, vor schwerem Gewitter, vor Erdrutsch, vor dem Klimawandel als solchem, vor Sonnenstrahlen als solchen. Und natürlich war es wieder der wärmste was-auch-immer-Monat, seit es Wetteraufzeichnungen gibt.

Mit dem Ende des Sommers endet auch die Badesaison.
Wo viel Sonne ist, da sind die Menschen glücklich
Man sollte gar nicht hinhören. Warum zieht es die Menschen in den Süden? Warum sagen so viele: Lieber weg, im eigenen Land ist das Wetter nicht sicher? Sie sagen es, weil sie Sonne wollen. In Spanien oder der Türkei sind 40 Grad keine Seltenheit. Und doch sind die Deutschen in diesem Jahr so viel und so lange in diese oder andere heiße Länder geflogen wie nie zuvor. Wo viel Sonne ist, da sind Menschen glücklich.
Sommer ist Sonne ist Glücksfeeling. Eine Plattitüde an der anderen? Geht manchmal nicht anders. Wie ein Schlager-Refrain. Auf Glück reimt sich zurück. Auf Sonne Wonne. Furchtbar, oder? Aber furchtbar wahr. Kitsch trifft das Lebensgefühl manchmal am besten.
Die Warnungen vor dem Sommer haben eine lange Tradition. Die fing an, als man das Wort „Klima“ noch für etwas Exotisches hielt. Heute haben die Warner Hochkonjunktur. Insofern ist es gut, dass der Sommer vorbei ist. Aber nur, um dem ewigen Gemecker zu entkommen.
Wenn der Sommer geht, gemahnt er uns nicht nur, dass die Jahreszeit wechselt. Er ist auch Sinnbild dafür, dass kühlere Zeiten kommen. Und manchmal hilft es nicht, eine Jacke anzuziehen. Denn Sommer kann man nicht zurückholen. Er ist ein Stück gelebtes Leben. Das kehrt auch nicht zurück.
Lesen Sie auch:
Hitzewarnung, Kollaps, Lebensgefahr: die Hysterie um unseren schönen Sommer
Mehr NIUS:
Jan Josef Liefers als Versöhner: Macht diesen Mann zum Bundespräsidenten!
Die neue Esskultur der Deutschen Bahn: Currywurst ohne Pommes, kein Speiseeis
Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Mehr NIUS:
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Wegducken gilt nicht mehr: Die CDU muss vor der Wahl sagen, ob sie mit den Linken regieren würde
Die letzten Helden tragen Trikots
Gedenken an den 17. Juni: Die Einheit wurde uns nicht geschenkt
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare