Nur 1 Prozent in Deutschland sind Veganer – hört auf, uns ständig mit Essensvorschriften zu belästigen!
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Jetzt ist es sozusagen amtlich: Nur 1 Prozent der Menschen in Deutschland sind echte Veganer, knapp 4 Prozent ernähren sich vegetarisch.
Die Zahlen stammen aus dem Nationalen Ernährungsmonitoring (nemo), für das zwischen September und November 2024 mehr als 3.000 Bundesbürger und Bundesbürgerinnen im Alter von 18 bis 80 Jahren zu ihren Essgewohnheiten befragt wurden. Darüber berichtet eine Studie des Max-Rubner-Instituts für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe.
Ich nenne die Quelle deshalb so ausführlich, weil mir dieser winzige Anteil Veganer am großen Ernährungskuchen seltsam vorkam. Gefühlt vergeht kein Tag, an dem die Menschen in Deutschland nicht belehrt, ermahnt, kritisiert werden, was ihr Essensverhalten angeht. Für diese Belehrungen gibt es keine genauen Zahlen. Die braucht man auch nicht, dafür braucht man nur seinen gesunden Menschenverstand.
Vegane Milch als Beispiel
Gehen Sie in einen x-beliebigen Supermarkt oder Discounter. Sie wollen Milch. Die unterscheidet sich eigentlich nur in der Verpackung und in der Haltbarkeitsdauer, denken Sie? Weit gefehlt. Wir reden hier nicht von Kuhmilch, wir reden von Milch für Veganer. Also für die 1 Prozent der Menschen, die sich wirklich vegan ernähren. Gute Reise durch den bunten Garten der veganen Milch in den Supermärkten.
Da sind natürlich Sojamilch, Mandelmilch, Hafermilch und Reismilch. Darüber hinaus gibt es Kokosmilch, Cashew Milch, Haselnussmilch, Hanfmilch, Lupinenmilch, Erbsenmilch und Dinkelmilch. Auch Hirse- und Buchweizenmilch sind erhältlich. Es ist manchem schon fast peinlich, wenn er in größeren Supermärkten einen Kaffee mit Milch, äh Kuhmilch bestellt.
Milch soll hier nur als Beispiel dienen. Um es an dieser Stelle einmal klar zu sagen: Ein jeder Mensch soll essen und trinken, was er mag. Und das gilt natürlich auch für Milch. Ich zähle diesen Ersatzmilch-Wirrwarr nur auf, um zu zeigen, welcher Aufwand für 1 Prozent der Bevölkerung betrieben wird. Da geht es nicht um Angebot und Nachfrage. Vegan ist eine Art Staatsräson. Zumindest bei den Grünen.

In manchen Supermärkten nimmt vegane Milch ein ganzes Regal ein.
Der fleischlose Tag in der Woche
Sie haben den Veggie Day erfunden, also einen fleischlosen Tag in der Woche. Der ehemalige grüne Ernährungsminister Özdemir hatte in der Kantine seines Ministeriums angeordnet, dass es selbst bei eigenen Veranstaltungen Fleisch nur noch mit Sondererlaubnis geben dürfe. Es geht um Tierwohl (das ist gut), um Klimaschutz (das ist anmaßend). Und es geht darum, dass Fleisch angeblich schädlich sei (das muss jeder für sich entscheiden).
Wenn die Menschen in Deutschland lieber günstige Schnitzel kaufen als teure, ist das ihre Angelegenheit. Wer gerne Currywurst isst, der soll es tun. Wie viel Wurst einer in der Woche isst – seine Sache. Nur auf eines sollten Sie nicht hören, liebe Leser: Wenn einer sagt, es gibt so viele Vegetarier, die wissen, wie man sich ernähren muss.
Antworten Sie doch einfach, was belegt ist: Kann ja sein, dass Veganer wissen, welche Ernährung für sie gut ist. Aber es sind ja nur 1 Prozent in Deutschland. Und der schäbige Rest von 99 Prozent isst eben anders.
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