Die Dekadenz des Steuergeldes: Was das Würmer-Parlament über Deutschland verrät
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Wir leben in einer Simulation – dieser Eindruck, der früher Zuschauern von Science-Fiction-Filmen vorbehalten war, stellt sich immer öfter beim Blick auf die Nachrichten ein. Es ist das Gefühl, den eigenen Sinnen nicht trauen zu können, weil das, was man liest, allen Gesetzen der Vernunft zu widersprechen scheint.
Auch als Journalistin kann man mitunter kaum glauben, was man da berichtet. Und fragt darum nochmal an, um auch wirklich ganz sicher zu gehen. Der deutsche Staat fördert also wirklich einen Verein mit über 100.000 Euro, der ein Parlament für Weichtiere, Viren und Bakterien gegründet hat, in Berlin ein Staatsgebiet ausgerufen und sich eine Verfassung gegeben hat?
Das Innenministerium antwortet ganz sachlich: „Der Verein ‚Organismendemokratie / organisms democracy e.V.‘ hat im Jahr 2023 59.124,00 € und im Jahr 2025 50.000,00 € als Projektförderung von der Bundeszentrale für Politische Bildung erhalten.“ Würmer-Parlamentarismus zählt nun also offiziell zu „politischer Bildung“.
Die eigene Verhöhnung finanzieren
Das Gefühl des Unglaubens angesichts solch absurder Steuerverschwendung belegt die Hegemonie des linken Lagers besser als jede Demonstration „gegen Rechts“. Sooft man denkt: „Das kann doch nicht wahr sein“, reibt sich ein linker Steuergeld-Empfänger die Hände und ruft: „Oh doch. Wir lassen wahr werden, was immer wir wollen. Und zwar von eurem Geld.“ Die arbeitende Bevölkerung wird dazu gezwungen, ihre eigene Verhöhnung zu finanzieren.
„Wähle deine Fraktion“, steht zur Begrüßung auf der Seite des begünstigten Vereins. Ein Wahl-O-Mat hilft einem dabei, herauszufinden, ob man sich der Fraktion der Gliederfüßer, der Weichtiere und Würmer oder jener der Bakterien, Einzeller und Viren anschließen will. Kurzfilme zeigen Erwachsene in Insekten-Kostümen, die durch runtergerockte Grünflächen stapfen und in Ich-Form über ihre Insekten-Bedürfnisse sprechen.

Eine Heuschrecke verwaltet die Organismendemokratie.
Die Osloer Straße 107/108 in Berlin Gesundbrunnen wird als „Staatsgebiet“ ausgewiesen: „Alle Lebewesen dieser Gemeinschaft – von der Schnecke über den Eschenahorn bis zum Wurzelknöllchenbakterium – haben die gleichen politischen Rechte.“
Nun ist die Geschichte der geistigen Umnachtungen und politischen Irrwege lang, die Freiheit in einer Demokratie groß. So groß, dass alles erlaubt sein muss, was niemandem Schaden zufügt. Doch historisch gewandelt hat sich, dass in nahezu allem Irrsinn, der in diesem Land angestellt wird, irgendwo Steuergeld versteckt ist.
Der NGO-Komplex hat eine Welt geschaffen, in der Vernunft konsequent staatlich ausgehöhlt und die Wahrheit in ihr Gegenteil verkehrt wird. In der ein Mann eine Frau sein kann, in der ein illegal ins Land Gekommener ein Opfer ist und sein Kritiker der Brandstifter. In dem unter dem Banner der Vielfalt die Einförmigkeit erzwungen und unter dem Banner der Demokratie Andersdenkende verfolgt werden.
Da erscheint es nur folgerichtig, Erwachsenen Steuergeld dafür zukommen zu lassen, dass sie in einem „Parlament der Lebewesen“ die Interessen des West-Nil-Virus repräsentieren, was immer dies bedeuten soll.
Spielgeld fürs eigene Lager
Es bleibt, auch das ist mittlerweile Teil des Verhöhnungs-Rituals, vollkommen gleichgültig, ob man sich über solche Förderungen empört, ob man verzweifelt auflacht oder Konsequenzen fordert. Denn das Prinzip der Konsequenz ist als solches im politischen Betrieb und seinem begleitenden medialen Umfeld abgeschafft worden. Kanzler Friedrich Merz kann sein Wort brechen, sooft er will, Berlins Regierender Bürgermeister darf eine Tennis-Lüge nach der nächsten erzählen, ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten kann zugeben, dass der Sender die Öffentlichkeit über den KI-Skandal getäuscht hat. Es folgt keine Umkehr, kein Rücktritt. Nur das Beharren auf den bestehenden Machtverhältnissen.

Ein Insekt fährt U-Bahn.
Was die abertausenden Vereine und Organisationen im Land mit Steuergeld treiben, ist millionenschwere staatliche Veruntreuung; eine ideologische Vetternwirtschaft, bei der dem eigenen Lager Spielgeld zugeschoben wird, mit dem es machen kann, was es will.
Dass die Regierung dieses Verpulvern der Millionen einfach weiterführt und zugleich die Bevölkerung auf harte Reform-Einschnitte einschwört, illustriert das neue Phänomen einer Steuergeld-Dekadenz. Dieser hypersensiblen Akademiker-Kaste sind die Sorgen des Nelkenwurzkäfers näher als die des Amazon-Paketboten oder des Arbeiters am VW-Band, dessen Geld sie aber gerne nehmen, um ihren romantischen Insekten-Spleen auszuleben.
Angebot und Nachfrage ausgehebelt
Die Union, einst Verteidiger marktwirtschaftlicher Prinzipien, ist längst Hauptfinanzier dieser Steuergeld-Dekadenz. CDU-Familienministerin Karin Prien pampert die NGOs über „Demokratie leben!“, unter der Ägide von CSU-Innenminister Alexander Dobrindt konnte die SPD ausgerechnet den linken Kulturkämpfer Sönke Rix an die Spitze der Bundeszentrale für Politische Bildung hieven.
Nirgendwo auf der Welt könnte sich ein Würmer-Parlament am freien Markt behaupten. Die Steuermillionen hebeln einen Grundstein unserer Freiheit aus: das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Es war dieser kapitalistische Ur-Mechanismus, der die Moderne einläutete, weil er den Aufstieg von Herkunft und Privilegien entkoppelte und ihn stattdessen an die Leistung band. So wurde ökonomische Unabhängigkeit für jeden möglich, der sich anstrengte.
Die neue Linke will dieses Prinzip abschaffen und den Aufstieg stattdessen an ideologische Gefolgschaft knüpfen. Wer das Lied des Sozialismus singt, kriegt Geld zum „Tiere spielen“. Wer das Singen verweigert, muss sehen, wo er bleibt.
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