Dabei wollte der Verkehrsminister investieren! 20 Millionen Euro für Radwege in Peru, aber Deutschland hat KEIN Geld für Radwege
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Die Radwege von Peru – sie sind zum Symbol geworden für deutsches Steuergeld, das für Klimaschutz in der ganzen Welt ausgegeben wurde. Mit 20 Millionen Euro subventionierte die Ampelkoalition die peruanische Hauptstadt Lima beim Bau von 114 Kilometern Radwege in Peru. Jetzt aber hat Deutschland plötzlich kein Geld für Radwege – es fehlen Millionen Euro!
Als Patrick Schnieder (CDU) vor wenigen Monaten auf dem nationalen Radverkehrskongress zum ersten Mal als Verkehrsminister die große Bühne betrat, ließ er keinen Zweifel: „Radverkehr ist ab sofort Chefsache.“ Die Fahrradbranche nahm ihm das gern ab, berichtet Welt. Schließlich wurde der Kongress erstmals direkt im Ministerium ausgerichtet.

Der CDU-Politiker Schnieder erklärte den Ausbau von Radinfrastruktur zur Chefsache.
Doch kaum war die politische Symbolik verflogen, folgte die Ernüchterung auf dem Haushaltsweg: Für den Bau und Erhalt von Radwegen an Bundesfernstraßen stehen im kommenden Jahr 100 Millionen Euro zur Verfügung – 20 Millionen Euro weniger als ursprünglich im Regierungsentwurf vorgesehen.
Der ländliche Raum braucht dringend Fahrradwege
Dieser vergleichsweise kleine Posten hat große Auswirkungen. In dem ohnehin bescheiden ausgestatteten Verkehrsbereich sind diese 20 Millionen Euro äußerst bitter. Bei Caroline Lodemann, Bundesgeschäftsführerin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), stoßen die Kürzungen auf Unverständnis. Der ADFC ist mit über 240.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrer in Deutschland. „Die 20 Millionen Euro, die jetzt aus dem Etat für Bundesfernstraßen – konkret für Radwege an Bundesfernstraßen – herausgefallen sind, beunruhigen uns aus zwei Gründen“, sagt Lodemann. „Erstens ist das eine der wenigen Stellen, an denen der Bund direkt bei den Menschen wirken kann. Zweitens betrifft es den ländlichen Raum, der dringend entwickelt werden müsste, weil er viel Potenzial für den Radverkehr hat.“

Ausflugsziel: ein Radweg in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, Magdeburg.
Gerade dort liegt ein strukturelles Sicherheitsproblem: 42 Prozent der tödlichen Radunfälle passieren außerhalb geschlossener Ortschaften – und das, obwohl nur rund zehn Prozent des Radverkehrs dort stattfindet. Der Radverkehr im ländlichen Raum ist rückläufig. Für Lodemann ist klar: „Neue Projekte, die wir dringend brauchen, werden schwieriger, weil schlicht das Geld fehlt.“
Welch eine bittere Ironie: Peru bekommt Geld für Fahrradwege, die das Land gar nicht braucht und auch nicht komplett gebaut hat. Deutschland, der großzügige Spender, hat kein Geld für Fahrradwege, die das Land dringend brauchen würde! Welcher gesunde Menschenverstand soll das noch verstehen?
Schauen Sie auch: NIUS vor Ort in Peru: Hier verfallen und zerbröseln die deutschen Steuergeld-Radwege
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