Ricarda Lang ist ein Opfer des toxisch-männlichen Patriarchen Robert Habeck
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Sexismus, überholte Rollenbilder, toxische Männlichkeit, patriarchale Strukturen.
Grüne bewerten liebend gerne alles und jeden mithilfe dieser Schlagwörter. Ob politische Gegner oder friedlich lebende Familien, niemand ist sicher vor einer überheblichen Bewertung und Belehrung aus dem erleuchteten Elfenbeinturm. Was passiert aber, wenn man diese Bewertungsmaßstäbe auf die Grünen selbst anwendet?
Man entdeckt Interessantes.
„Der heutige Tag war ein aufwühlender Tag und das zeigt noch einmal, wie gnadenlos und manchmal unbarmherzig das politische Geschäft ist. Gut, das wissen alle, die da rein gehen, trotzdem führt er einem noch einmal vor Augen, mit welcher Härte hier manchmal agiert wird.“ Das äußerte Robert Habeck in einem ZDF-Interview am Tag des Rücktritts von Omid Nouripour und Ricarda Lang als Vorsitzende der Grünen.

Im ZDF sprach Robert Habeck über die Gnadenlosigkeit des politischen Geschäfts
Im Klartext: Er, der harte Hund, musste Konsequenzen aus den schlechten Umfragewerten der Partei ziehen und das Führungspersonal zum Rücktritt zwingen. Nichts darf schließlich seine historische Kanzlerkandidatur gefährden, alles hat sich seinem weisen Willen zu fügen. Er, der alte weiße Mann, der über allem stehende Patriarch der Partei, entledigte sich ganz nebenbei der jungen Ricarda Lang, die im Jahr 2022 mit nur 28 Jahren Parteichefin wurde.
Ein zutiefst ungerechter, ja sexistischer Vorgang, immerhin blieb Lang sich auch nach ihrer Wahl immer treu, unternahm nichts Unvorhergesehenes. Wie sie überhaupt Parteichefin werden konnte? Seien wir ehrlich, sie wurde nicht gewählt wegen ihrer großen Kompetenz, ihrem herausragenden Wissensschatz, ihrer besonderen rhetorischen Begabung oder ihrer einmaligen Klugheit. Sie wurde gewählt, weil sie in den Jahren des Zenits des woken Irrsinns gleich mehrere Kriterien erfüllte: Sie war jung, sie war weiblich, sie war adipös, sie war offen bisexuell und sie war ohne Berufsabschluss.
Ricarda Lang war also gleich eine mehrfache, vermeintlich unterdrückte Minderheit.

Lang war Habecks austauschbare Quoten-Frau an der Spitzer der grünen Partei.
Als Bonus konnte sie in Perfektion das Parteiprogramm der Partei vorplappern, ohne mit zu viel eigener Meinung aufzufallen. Abhängig von der Politik und unterwürfig der Partei gegenüber, die ideale Vorsitzende der Öko-Sekte. Wer seine Vorsitzende fast schon aus Inklusionsgründen wählt, darf ihr nicht vorwerfen, wenn sie außerhalb jener Kompetenzen nicht sonderlich gut arbeitet.
Peinlichste Wissenslücken wie bei Markus Lanz, als sie die Durchschnittsrente der Deutschen viel zu hoch schätzte, können ihr von Grünen fairerweise nicht vorgeworfen werden. Das wäre so, als würde man einen Hausmeister zwingen, eine Herzoperation durchzuführen und ihm hinterher vorwerfen, dass der Patient ums Leben gekommen ist. Dass ausgerechnet ein Robert Habeck, der nicht nur mindestens genauso viele Patzer zu verantworten hat, sondern in den letzten drei Jahren zusätzlich Deutschland wirtschaftlich vor die Wand gefahren und vom Bundesrechnungshof eine Zeugnisnote „Sechs“ für seine Energiepolitik eingeheimst hat, Ricarda Lang aus ihrem Amt wegmobbt, ist an toxischer Männlichkeit und patriarchaler Ungerechtigkeit kaum zu überbieten.
Toxische Männlichkeit, ein Lieblingsbegriff aller woker Gerechtigkeitskrieger, ist laut vier Schweizer „Experten“ für Soziale Arbeit ein männliches Rollenbild, „das Aggressivität zur Präsentation der eigenen Männlichkeit nahelegt und eine Unterordnung von Frauen befürworte“.
Politik als hartes, unbarmherziges, gnadenloses Geschäft, diese Agressivität zeigte Robert Habeck bei seinem mitleidlosen ZDF-Auftritt zweifellos.

Mit Werbung für E-Autos versucht Habeck, seine politische Bilanz zu retten.
Und natürlich existiert der eigene Anteil an den immer weiter sinkenden Umfragewerten der Grünen für den Patriarchen nicht. Lieber wirft er die junge, in grünen Kreisen als talentiert geltende Frau raus. Und natürlich stand kurz darauf schon die nächste Frau von Habecks Gnaden, Franziska Brantner, für den Parteivorsitz bereit. Politikerinnen als beliebig austauschbare Subjekte im Bündnis Robert Habeck, das nur noch ein Ziel kennt: Das Kanzleramt.
Bestimmt kann auch das nach linksgrüner Lesart als toxisch männlich verbucht werden: Nach drei Jahren historischer Wohlstandszerstörung als Minister das Selbstvertrauen zu haben, als Kanzlerkandidat anzutreten.
Andererseits auch kein Wunder, dass er in seiner Blase dieses Selbstvertrauen aufbauen konnte, grüne Kreise sind erstaunlich begeisterungsfähig für sich selbstüberschätzende, patriarchale, toxische und sexistische Männer. Sie holen sie ja millionenfach ins Land, die Außenministerin Annalena Baerbock trägt rhetorischen Trauerflor, wenn mit Hassan Nasrallah einer der bösartigsten Terroristen weltweit von Israel neutralisiert wird und Vergewaltiger können von den Grünen laxe Strafen, Luxus-Knast und Schutz vor Abschiebungen erwarten.
Robert Habecks schamlose Machtgier trifft so auf kritiklose und in Teilen religiöse Anhimmelung.
Letzte Woche schrieb ein X-User: „Dr. Robert Habeck wird ein Kanzler für alle, ob West oder Ost, Frau oder Mann, Alt oder Jung, Deutscher oder Asylant. Er heilt das Land und leitet uns aus der Dunkelheit des Populismus.“ Über 4600 Likes ergatterte diese Huldigung.
Wenn man ohne Kontext nicht mehr unterscheiden kann, ob man in einer ultraorthodoxen Kirche sitzt und dem 80-jährigen Pastor bei seinen Erzählungen über Jesus zuhört oder ob die grüne Fanbase einem gerade etwas vom heiligen Robert vorschwärmt, spätestens dann sind die Grünen zu dem geworden, was sie eigentlich mal bekämpfen wollten. Ich kann mir wenig spießigeres, wenig rückständigeres vorstellen als diese krankhaftreligiöse Fixierung auf einen einzelnen Mann. Wenn die Grünen an der Macht sind, gibt es keine Trennung mehr von Staat und Kirche, der Staat ist dann einfach die Kirche und Robert Habeck die Trinität.
Beim Thema Gleichberechtigung tun sich Grüne und Kirche ebenfalls nicht viel. Die Kirche schließt Frauen von Ämtern aus, die Grünen agieren raffinierter frauenfeindlich. Sie haben die Frauenquote erfunden, um jede einzelne Politikerin unter den Generalverdacht zu stellen, dass sie nur in der jeweiligen Position ist, weil sie nunmal eine Frau ist. In keiner deutschen Partei spielt das Geschlecht eine so große Rolle. Nur Grüne interessieren sich primär dafür, was zwischen den Beinen ist. Was im Kopf vor sich geht, wird zur Nebensache. Die Quote ist das sexistischste, was Politikerinnen im Deutschland des 21. Jahrhunderts widerfahren ist und das Urheberrecht besitzt die grüne Bewegung.
Würden Frauenhasser eine neue Partei gründen, sie würden eine Quote einführen.
Wenigstens die Grüne Jugend scheint erkannt zu haben, dass es mit diesen ultrarechten Grünen nicht weitergehen kann. Der komplette Bundesvorstand hat sich aus der Partei verabschiedet und gründet hoffentlich eine neue politische Kraft. Optimalerweise teilen sich die zwei Parteien dann die 9,5 Prozent gerecht auf, die die Grünen jüngst in einer Umfrage kassierten.

Jetzt ist nur noch Platz für Habeck auf der grünen politischen Bühne ...
Wer die Grünen nach den woken Kriterien bewertet, mit denen sie liebend gerne andere beurteilen, kann nur zum Schluss kommen, dass keine deutsche Partei in ihren Strukturen so stark alten Rollenbildern anhängt. Der Rücktritt von Ricarda Lang beweist das erneut. Eine junge Politikerin wird Opfer eines machtgierigen Patriarchen, der andere für seine Fehler büßen lässt. Alle in der Partei müssen sich nach einem toxischen Mann richten, der gerade von Frauen Unterordnung verlangt. Rhetorische Aussetzer einer Ricarda Lang sind Rücktrittsgrund, das realpolitische Dauerversagen eines Robert Habeck ist Grund für eine Kanzlerkandidatur.
Wenn das kein struktureller Sexismus ist, was dann?
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