Schamlos! Wie das ZDF die Klimakleber in der Jugendserie „Aufgestaut“ verherrlicht
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- „Aufgestaut“, eine neue Serie auf ZDFneo, handelt von den Aktionen von Klima-Klebern.
- Die Aktivisten werden durch Musik, Kameraeinstellungen und Dialogführung als Helden inszeniert.
- Die Serie tarnt sich als Fiktion und ist doch ein reiner Werbestreifen für politische Restriktionen zu „Klimaschutz”-Zwecken.
„Finns Aufregung steigt: Zum ersten Mal ist er heute bei einer Aktion seiner Klimaprotestgruppe dabei. Doch das will er sich nicht anmerken lassen. Schon gar nicht vor Mitaktivistin Lena!”
Was klingt wie der phantasielose Plot einer Teenager-Schnulze, ist der Kurztext zu „Aufgestaut”, dem wohl schamlosesten Werbefilm für Klima-Kleber, der bislang mit Gebührengeldern produziert wurde.
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Die ZDFneo-Serie heroisiert die radikalen Aktivisten mit Hilfe von Musik und Kameraeinstellungen in einer Art und Weise, die bei jeder anderen Aktivistengruppe wohl die Empörungswelle des Jahrhunderts ausgelöst hätte.
Mit stilisierten Aufnahmen vergangener Bürgerproteste, untermalt von nostalgischen Jimi-Hendrix-Gitarrenriffs, wird den Klebern bereits im Trailer der Anstrich einer revolutionären Minderheiten-Bewegung verpasst, die in David-gegen-Goliath-Manier das allmächtige – um im Klima-Sprech zu bleiben – fossile Patriarchat bekämpft.
Klima-Kleber werden von Super-Reichen finanziert
Dabei sind die Klima-Radikalen der selbst ernannten „Letzten Generation“ eben keine Graswurzelbewegung von mittellosen Aufständlern, sondern eine von Super-Reichen finanzierte Vereinigung, die die Ideologie der aktuellen Regierung ohne Rücksicht auf Gegeninteressen durchsetzen will, weil sie glaubt, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein.
Die Macher der Serie, das wird in jeder einzelnen Szene klar, teilen die Ideologie der Klimakleber: Auch sie sind davon überzeugt, dass künftige Generationen jämmerlich verbrennen werden, wenn Deutschland nicht schleunigst ein Tempolimit einführt, Bratwürste rationiert und im Winter ordentlich friert.
Man kann in jeder Szene in die Gehirne der Autoren hineinsehen wie bei einer offenen Operation: Um sich keine Parteilichkeit nachsagen zu lassen, haben sie die zahlreichen Positionen, die zur Klimakleberei so umherschwirren, in die fiktive Storyline gepackt. Doch die Schlagabtausche im Stil der Good-cop-bad-cop-Szenen eines gesellschaftskritischen Tatorts sind überzeichnet, klischeehaft und durchschaubar, denn am Ende „gewinnt” selbstverständlich stets das Argument der Kleber.
Aktivisten werden als hochempathische Menschen dargestellt
Die als hochgradig empathisch dargestellten Aktivisten Finn, Lena und Co., die sich in Vorbereitung des vor ihnen liegenden Anklebens nochmal im Gruppenkreis gegenseitig achtsam die Fühlis abfragen und empowern, haben später selbstverständlich Verständnis für die Probleme der von ihrer Aktion Betroffenen – und lassen sich doch durch nichts von ihrer Mission abbringen. Wer gerade die Welt rettet, kann auf die profanen Sorgen seiner Mitmenschen, wie etwa Jobverlust oder wartende Kinder, keine Rücksicht nehmen.

Vor der Aktion sprechen sich die Aktivisten gegenseitig Mut zu.
Da ist zum Beispiel Paketbote Liv, Opfer der exzessiv onlinebestellenden Konsumgesellschaft, der eilig Lieferungen innerhalb eines knapp bemessenen Zeit-Budgets ausliefern muss, stets den raffzahnig hetzenden Chef auf dem Ohr.
Cellistin Ava ist auf dem Weg zum „wichtigsten Termin ihres Lebens”, sie hat einen Vorspieltermin. Ava ist eigentlich eine von den Guten, denn sie hat verstanden, dass „die Klimakrise real ist“, engagiert sich seit Jahren bei Fridays for Future, besitzt selbstverständlich kein eigenes Auto, sondern hat den Wagen, in dem sie nun festsitzt, nur gemietet. Trotzdem haben die Aktivisten kein Erbarmen mit der Musikerin. Eine verpatzte Berufskarriere verblasst nunmal vor dem Hintergrund einer brennenden Erde.
Natürlich dürfen auch weitere Stellvertreter der gängigen gesellschaftlichen Positionen nicht fehlen: Der nuancenlos niederträchtige, porschefahrende Bösewicht im rosafarbenen Poloshirt, der am liebsten körperliche Gewalt anwenden würde, um mit seiner CO2-Schleuder weiter die Zukunft unserer Enkel zu zerstören, ein klimawandelleugnender arroganter Rentner und ein POC („person of color“, also Schwarzer), der auf die prekäre Situation in Afrika hinweist („In Ghana waren es gestern 39 Grad“).

Das fossile Patriarchat in Persona eines porschefahrenden Poloheldenträgers reagiert auf den Einsatz der Klima-Kleber erwartbar wütend und verständnislos.
Aktivisten stellen eigene Ängste über Bedürfnisse ihrer Mitmenschen
Einer der Aktivisten trägt ein T-Shirt mit einer Tibet-Flagge, was wohl die Gewaltfreiheit der Proteste unterstreichen soll. Dass ein derart rabiater Eingriff in das Leben anderer, wie ihn Klima-Kleber vollziehen, weil sie ihre eigenen Sorgen und Ängste über die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen stellen, ziemlich wenig mit Gewaltfreiheit zu tun hat, thematisieren die Autoren nicht.
Mithilfe eines als Infotainment verpackten Werbe-Stücks für politische Klimaschutz-Maßnahmen sollen die Zuschauer auf die Seite der Klima-Kleber gezogen werden, das wird auch beim Blick in die ZDF-Mediathek klar, wo direkt unter der Serie ein alarmistisches Dossier zum Thema „Klimawandel” angeboten wird („Was Sie zur Erderwärmung und ihren Folgen wissen müssen”).
Zum Abschluss jeder der sechs Episoden werden die Gehirne der Zuschauer dann nochmal mit Hilfe eines emotionalen Rocksongs von Kraftklub-Sänger Felix Kummer mit Endorphinen geflutet: „Alles wird gut. Die Menschen sind schlecht und die Welt ist am Arsch.“
„Ästhetisierung“, und „Empfindungssteuerung“, das schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung, sind zentrale Elemente von Propaganda. „Erreicht wird dies beispielsweise durch den Einsatz von Licht, Farben, Musik, bestimmte Kameraeinstellungen.“
Legt man diese Definition zugrunde, ist den Machern von „Aufgestaut“ ein wahres Meisterwerk in diesem Genre gelungen …
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