Scholz, der Kalt-Kanzler: kein Mann des Volkes
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Wenn Olaf Scholz einen Raum betritt, dann ist der Raum leerer als vorher.
Der Kanzler steht seit Wochen im Zentrum der Deutschland-Krise und strahlt dabei vor allen Dingen ein Grundgefühl aus: Mich geht das hier alles nichts mehr an. Und das Schlimmste ist: Der Kanzler gibt sich keinerlei Mühe mehr, das zu verbergen.
Heute war Scholz in Cottbus zu Gast. Beim ersten Ausflug seit den Massen-Protesten vom 8. Januar eröffnete der selbst ernannte Respekt-Kanzler eine Werkshalle, in der künftig Züge der Deutschen Bahn gewartet werden. Vor der Halle standen hunderte Menschen – ein Großteil der Demonstranten kam mit Traktoren, jeder einzelne mit viel Gesprächsbedarf.
Scholz lässt das alles kalt
Und Scholz? Kam nicht vor die Tür. Den Kanzler lässt das alles kalt. Er ist und bleibt kein Mann des Volkes. Wenn draußen gemurrt wird, trinkt der Kanzler lieber Kaffee im Warmen. Bloß nicht raus aus der Komfortzone. Das Volk könnte ja beim Regieren stören.

Lieber abwarten und Kaffee trinken.
Hinter verschlossenen Türen sagte Scholz: „Wir leben ja in aufgeregten Zeiten, ein bisschen haben wir das auch gehört.“ Er meinte den Radau vor der Halle, den er vom Hörensagen kennt.
Wer nicht mit Menschen spricht, wird sie auch nie wieder erreichen können. Dass es auch anders geht, hat Cem Özdemir am Mittwoch gezeigt: Er stellte sich in Ellwangen (Baden-Württemberg) bei einer Kundgebung der Kritik von 700 Bauern und ging in den Dialog. Für den grünen Landwirtschaftsminister war das garantiert nicht vergnügungssteuerpflichtig. Aber so soll es sein: sich der Kritik stellen. Und nicht vor dem Volk fliehen.
Scholz dagegen wirkt immer mehr wie ein Fremdkörper. Über dem Reichstag, in dem der Kanzler gewählt und vereidigt wird, steht in großen Buchstaben: „Dem deutschen Volke“. Das ist ein Arbeitsauftrag. Scholz hat den Satz für sich persönlich ein wenig erweitert: „Dem deutschen Volke aus dem Weg gehen.“
Der Kanzler zerstört Vertrauen
Wobei man sagen muss: Man weiß mittlerweile gar nicht mehr, wann der Kanzler mehr Vertrauen zerstört. Wenn er mit Bürgern in Kontakt tritt – oder sie meidet.

Scholz war in Cottbus, um bei der Eröffnung eines ICE-Werks dabei zu sein.
Als Scholz neulich zu Gast in den Hochwassergebieten war, schaute er mit den Händen in der Jackentasche dabei zu, wie Fluthelfer Sand in Säcke schüppten. Ein Kanzler der Arbeiterpartei SPD, der wie Falschgeld in der Gegend herumsteht, während um ihn herum malocht wird. Immerhin hat er die Fluthelfer nicht nach ihren Pronomen gefragt.
Der Unterschied zwischen Deutschland und seinem Kanzler ist dieser hier: Scholz wird diese Zeit wahrscheinlich schnell vergessen haben. Wir nicht …
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