Solidarität mit Israel: Merz steht auf der richtigen Seite der Geschichte
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„Nie wieder ist jetzt“ ist einer der beliebtesten Slogans derzeit in Deutschland. Doch was jetzt, in diesen Tagen, nie wieder passieren sollte – da verliert sich der deutsche Blick ganz schnell im Ungefähren.
„Friedrich Merz steht eisern an der Seite der auf Rafah im südlichen Gazastreifen vorrückenden israelischen Truppen – und damit auf der falschen Seite der Gegenwartsgeschichte“, schrieb dieser Tage Media-Pioneer-Chef Gabor Steingart in seinem Morgen-Briefing. An der Seite Israels steht man auf der falschen Seite der Geschichte?
Das ist durchaus bemerkenswert in einem Land, für das die Sicherheit Israels angeblich „Staatsräson“ ist. Nach einem brutalen Überfall mit mehr als eintausend Toten und bestialischen Massakern an Zivilisten und mit mehreren hundert Geiseln ist es aus gratismutiger Entfernung besonders tapfer, den Israelis Tipps im Umgang mit der Hamas zu geben und dem deutschen Oppositionsführer „Mitleidlosigkeit“ vorzuwerfen.

Merz während seiner Israel-Reise im Norden des Landes
Merz weiß: Der Terror gegen Juden begann nicht erst am 7. Oktober
Das Gegenteil ist richtig: Merz fühlt mit den Opfern des Hamas-Terrors, der nicht erst am 7. Oktober begann, sondern auch sonst in permanentem Raketenbeschuss zu einem Dauerbegleiter des israelischen Alltags geworden ist.
Wenn es jetzt darum geht, „den Terror im Gazastreifen endgültig zu besiegen, dann wird das nicht ohne Opfer in der Zivilbevölkerung gehen können“, so Merz während seiner Reise, dann habe er großes Verständnis dafür, „dass die israelische Regierung und die israelische Armee jetzt sagen: Wir wollen nie wieder diesen Terror aus dem Gazastreifen gegen den Staat Israel sehen.“

Merz mit Militärvertretern an der Grenze zum Libanon (im Hintergrund Parteikollege und Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn)
Die Deutschen erteilen wieder mal Ratschläge
Nie wieder ist jetzt, aber die deutschen Kommentatoren wissen selbstverständlich besser, was jetzt gut für Israel ist. Den „Sündenstolz“ der Täter hat der Publizist Henryk M. Broder einmal jenes seltsame Phänomen genannt, bei dem Deutsche aus dem Holocaust die Berechtigung ableiten, die historische Lektion wieder einmal als Musterschüler gelernt zu haben und den Opfern von damals heute Ratschläge zu erteilen.
Um es klar zu sagen: Wer, wie die Hamas, Terrorzentralen unter Schulen und Krankenhäuser legt, der bricht Völker- und Kriegsrecht, nicht, wer dagegen vorgeht. Es war Israel, das 2005 den Gazastreifen räumte und in die Selbstbestimmung übergab.
Es war Israel, das mehr als 18.000 Arbeitsgenehmigungen für Gaza-Bewohner in Israel ausgab und lernen musste, dass diese Arbeiter nicht selten die Jobs zur Markierung von Angriffszielen in friedlichen Kibbuz-Häusern nutzten. Es ist Israel, das vor Armee-Operationen die Zivilbevölkerung warnt. Es ist aber leider auch Israel, das über die Jahrzehnte seiner Existenz lernen musste, dass nur Stärke zu mehr Sicherheit führt. Selbst der Bau der Grenzmauer führte zu internationalen Protesten – und zum Ende einer endlosen Serie von Attentaten.

Union-Chef Friedrich Merz traf während seiner Israel-Reise auch Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten von Israel.
Fehlendes Mitgefühl – eine infame Unterstellung
CDU-Chef Friedrich Merz hat sich kraftvoll und klar an die Seite Israels gestellt, und das ist auch gut so. Ihm zu unterstellen, dass es ihm an Empathie mit der Bevölkerung in Gaza mangele, ist infam. Es ist gut, dass ein deutscher Politiker der Versuchung widerstanden hat, sich in die Reihe der internationalen Besserwisser zu stellen, die jetzt zur Waffenruhe raten und beim nächsten Angriff wieder wohlfeile Betroffenheits- und Solidaritätsadressen verschicken. Ja-Aber-Freunde hat Israel schon genug. Deutsche, mit deren Hilfsgeldern Wasserrohre zu Raketen umgebaut wurden, braucht in dieser Schar niemand.
So schwer es ist, in Gaza zwischen Hamas und Zivilbevölkerung zu unterscheiden, so deutlich muss man darauf hinweisen, dass die Anschläge und Raketenangriffe von Hamas und Islamischem Dschihad ausschließlich Zivilisten in Israel trafen und treffen.
Am Ende gilt die alte Wahrheit: Wenn die Hamas die Waffen niederlegt, ist Frieden. Wenn Israel die Waffen niederlegt, hört es auf zu existieren. Es ist gut, dass Friedrich Merz hier ein klares Zeichen gesetzt hat. Deutsche Außenpolitiker, die ihr Mütchen am ungeliebten israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu kühlen und sich im Ungefähren wegducken wollen, gibt es schon genug.
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