Tagesschau-Sprecher will nicht mehr über Islam reden: Selbstzensur führt in den Untergang
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Es gibt kaum einen Menschen in Deutschland, der die muslimische Welt so gut versteht wie Constantin Schreiber.
Sie kennen Schreiber vielleicht als Tagesschau-Sprecher, adrett, sympathisch, nüchterner Vortrag der Nachrichten. Was Sie zwischen 20:00 und 20:15 Uhr nicht sehen: Schreiber spricht perfekt arabisch, hat viele Jahre als Reporter im Nahen und Mittleren Osten gelebt und für mehrere Fernsehsender – auch arabische – einen ausgezeichneten Job erledigt.
Noch einmal: Es gibt kaum jemanden, der in diesem Land qualifizierter über den Islam und die arabische Welt sprechen kann. Und genau das tut Schreiber jetzt nicht mehr.
„Ich werde mich zu allem, was mit dem Islam auch nur im Entferntesten zu tun hat, nicht mehr äußern“, erklärte der Tagesschau-Sprecher gegenüber der Zeit. „Ich werde keine Bücher dazu schreiben, ich lehne Talkshow-Anfragen ab, ich mache das nicht mehr. Da mögen jetzt manche feiern und vielleicht die Schampusflaschen aufmachen. Ob das ein Gewinn ist für die Meinungsfreiheit und für den Journalismus, ist eine andere Frage.“
Die Antwort auf seine Frage ist ganz einfach: Natürlich ist das KEIN Gewinn für die Meinungsfreiheit. Diese Form der Selbstzensur ist eine GEFAHR für die Meinungsfreiheit. Sie führt in den Untergang der freien Gesellschaft.

2015: Schreiber mit Kamerateam für die arabische Nachrichtensendung „Marhaba – Ankommen in Deutschland“
Tortenwurf auf Tagesschau-Sprecher
Warum will Schreiber nichts mehr sagen? Seit 2021 wird der Journalist für sein Buch „Die Kandidatin“ immer wieder scharf aus linken und islamistischen Kreisen attackiert. Inhalt des Romans: Die Muslima Sabah Hussein hat in dem Roman beste Chancen, neue Bundeskanzlerin zu werden. Die Kritik von links: Alles im Buch sei angeblich antimuslimisch und rassistisch.
Schreiber wurde immer wieder angefeindet, vor zwei Wochen dann an der Universität Jena wurde ihm eine Torte ins Gesicht gepfeffert. Die Gruppe „Undogmatisch Radikale Linke“ veröffentlichte ein Video des Angriffs mit den Worten: „Keine Bühne für Rassismus – Eine Torte für Constantin Schreiber“. Schreiber sagt über sein Werk: „Man findet bei mir nichts Islamkritisches, Islamfeindliches, Muslimfeindliches. Das ist ein Raunen.“ Schreiber berichtet, ein Taxifahrer habe ihn nach einer Spätschicht nach Hause gefahren, die Fahrt über geschwiegen und am Ende gesagt: „Jetzt weiß ich, wo du wohnst!“

Der Tortenwurf von Jena: Schreiber wird von Links-Aktivisten attackiert.
Ich empfinde diese Entwicklung als sehr bedenklich, als eine Bedrohung für unser Zusammenleben.
Wenn Journalisten damit beginnen, sich selbst bei bestimmten Themen zu zensieren, dann ist das nicht der Anspruch, den wir als Gesellschaft an uns als freiheitliche Demokratie haben. Schreiber ist das Gesicht und die Stimme der Tagesschau, das traditionsreichste Flaggschiff des deutschen Nachrichten-Journalismus. Wenn dieser Mann nicht das Gefühl hat, sagen zu können, was er denkt, sondern sich den Mund zunäht, dann haben wir alle miteinander ein Problem. Und kaum jemand traut sich, das Problem beim Namen zu nennen.
Niemand hat Angst, wenn er öffentlich über das Christentum, Judentum oder Buddhismus spricht. Aber seine öffentlich artikulierte Meinung beim Thema Islam als Gefahr für das soziale Dasein und die körperliche Unversehrtheit zu sehen – das ist mehr als ein Alarmruf. Das ist ein großer Schritt, die Meinungsfreiheit zu begraben.
Guido Westerwelle – Gott hab ihn selig – hat wunderbar gesagt: „Freiheit stirbt immer zentimeterweise.“ Wenn Menschen damit aufhören, zu sagen, was sie wirklich denken, sterben gleich mehrere Zentimeter auf einmal.
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