Überall Nazis! Wie der linksliberale Diskurs NS-Verbrechen relativiert
Ein Beitrag von
Jeder, der dem linksliberalen Mainstream nicht ins Weltbild passt, ist ein Nazi.
Das ist der Eindruck, den ich bekomme, wenn ich mir den linksliberalen, durch die öffentlich-rechtlichen Medien (ÖRR) getragenen Diskurs anschaue.
Als Jude im sozialen Brennpunkt aufgewachsen, lernte ich bereits in jungen Jahren die schlimmsten Schimpfwörter, doch keins wirkte auf mich unverschämter und verbotener als das Wort „Nazi”. Jemanden so zu nennen, glich einem Schlag ins Gesicht und ich verstand bereits im zarten Alter von acht, dass man dieses Wort nicht einfach so benutzt.
Meine Eltern und (Ur-)Großeltern erzählten mir von dem Leid, das die Nazis meinem Volk und anderen Ethnien angetan haben. Deutsche linksliberale Meinungsmacher kennen die Geschichte sicherlich nicht schlechter als ich, nur aus der anderen Perspektive.

Gedenkstele für die Opfer des Nationalsozialismus
Für den problematischen ZDF-Satiriker Jan Böhmermann sind die Hälfte der Deutschen Wähler „Nazis“. Dabei vergisst er wohl, für was der Begriff „Nazi“ in Deutschland steht. Für den zweitgrößten Genozid in Europa, der industriell verübt, gut geplant und penibel dokumentiert wurde.
Der Begriff Nazi, der eine feste ideologische Definition besitzt, wird heute inflationär für alles angewandt, was nicht linksliberal ist. Und für den normalen Menschen erhält der Begriff so einen neutralen Beigeschmack. Ganz nach dem Motto: Wenn nicht gendern und nicht die Grünen wählen Nazi ist, dann sind die Nazis ja doch nicht schlimm.
Jeden Rechten als Nazi zu beschimpfen, ist genauso schlüssig, wie jeden moderat Linken als Pol-Pot-Anhänger oder Stalinisten zu bezeichnen. Die Forderung nach höheren Abgaben ist kein Kriegskommunismus, genauso wie der Verzicht auf den Genderstern nicht der Barbarei von Auschwitz gleichkommt.
Dauerempörte und politisch korrekte, beitragsfinanzierte ÖRR-Journalisten betiteln jeden als „Nazi“, bis das Wort keine Bedeutung mehr hat. An Zynismus kaum zu übertreffen ist es, dass diejenigen, die jeden als Nazi bezeichnen, beim real existierenden Antisemitismus meistens die Augen verschließen. Während Linksliberale eine Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene mit „Wehret den Anfängen” kommentieren, hetzen sie gegen den einzigen jüdischen Staat, der garantiert, dass sich der Zivilisationsbruch des Holocausts nie wiederholt.
Auch abseits des israelbezogenen Antisemitismus finden sich Beispiele für Antisemitismus beim ÖRR:
Was sind überhaupt Nazis?
Nazis sind Anhänger des Nationalsozialismus - einer sehr linken rechten oder sehr rechten linken Ideologie und Abwandlung des Faschismus. Diese Ideologie basiert auf einem Rassenkampf, einer quasi-sozialistischen Lenkwirtschaft, Autoritarismus und der nach dem britischen Politologen Roger Griffin für den Faschismus benötigten revolutionären Wiedergeburt einer längst vergessenen Ur-Nation. Einfach gesagt: Man muss die dekadente Welt durch eine Revolution hinter sich lassen, um eine pseudo-traditionelle Gesellschaft zu erschaffen.
Mehr NIUS:
Jan Josef Liefers als Versöhner: Macht diesen Mann zum Bundespräsidenten!
Die neue Esskultur der Deutschen Bahn: Currywurst ohne Pommes, kein Speiseeis
Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Mehr NIUS:
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Wegducken gilt nicht mehr: Die CDU muss vor der Wahl sagen, ob sie mit den Linken regieren würde
Die letzten Helden tragen Trikots
Gedenken an den 17. Juni: Die Einheit wurde uns nicht geschenkt
Amir Makatov
Artikel teilen
Kommentare