Von wegen „Say their names“: Wer Michael Stürzenberger nicht beim Namen nennt, hat den Kampf um die Freiheit verloren
Ein Beitrag von
Politiker sagen gerne: „Say their names!“
Dann nennen sie Namen: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov.
Es sind die Namen der Menschen, die bei dem rassistischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 ermordet wurden. Es ist wichtig, diese unschuldigen Opfer von Gewalt zu würdigen.
Die Bundesregierung widmete ihnen im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie leben“ eine deutschlandweite Kampagne. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, sich mit einem Aktionsschild mit dem Hashtag #SayTheirNames zu fotografieren und das Bild ins Netz zu stellen. Damit sei die Botschaft verbunden, sich an die Schicksale der Opfer zu erinnern und den Attentäter nicht in den Fokus zu rücken.
Stürzenberger, das Opfer ohne Name
Am Freitag wurde der Islam-Kritiker Michael Stürzenberger auf dem Marktplatz in Mannheim brutal mit einem Messer angegriffen. Sulaiman A., ein abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan, verletzte auch fünf weitere Menschen, darunter einen Polizisten, der am Sonntag verstarb. Die Bundesanwaltschaft ermittelt, sie geht von einem „religiösen“ Motiv aus.
Auch zu diesem Fall äußerten sich viele Politiker. Sie verurteilten die Gewalt und brachten ihre Betroffenheit zum Ausdruck. Ein Detail aber fehlte fast immer: der Name des Opfers. Schauen Sie:
- Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb auf X: „Die Bilder aus Mannheim sind furchtbar. Mehrere Personen sind von einem Attentäter schwer verletzt worden. Meine Gedanken sind bei den Opfern. Gewalt ist absolut inakzeptabel in unserer Demokratie. Der Täter muss streng bestraft werden.“
- Innenministerin Nancy Faeser schrieb: „Die Messerattacke in Mannheim ist ein schreckliches Verbrechen. Die Bilder der Tat sind erschütternd. Ich wünsche den Opfern, dass sie vollständig genesen können. Meine Gedanken sind auch bei dem schwerverletzten Polizeibeamten. Den Polizei- und Rettungskräften gilt mein Dank.“
- Wirtschaftsminister Robert Habeck schrieb: „Furchtbare Szenen der Gewalt heute in Mannheim, bei denen sogar ein Polizist schwer verletzt wurde, als er das tat, was seine Aufgabe ist. Menschenleben schützen, egal wann, wo und wen. Das muss jetzt schnell aufgeklärt werden. Den Verletzten wünsche ich schnelle und gute Besserung. Gewalt darf keinen Platz haben.“
- Justizminister Marco Buschmann schrieb: „Gewalt ist niemals ein legitimes Mittel der Auseinandersetzung, von niemandem, gegen niemanden – völlig egal wie man zu den politischen Ansichten der Beteiligten steht. Den Opfern von Mannheim wünsche ich schnelle und vollständige Genesung.“
- Familienministerin Lisa Paus, deren Haus die „Say their names“-Kampagne verantwortet, äußerte sich auf X erst drei Tage später zu der Attacke in Mannheim: „Der Tod des mutigen Polizeibeamten in Mannheim bestürzt mich zutiefst. Im Einsatz für unsere Sicherheit musste er sein Leben geben. Gewalt – egal aus welchem Spektrum – hat in unserer Demokratie keinen Platz. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Hinterbliebenen.“
Die Bundesregierung, die nach rassistischen Gewalttaten so öffentlichkeitswirksam Namen sagt, weigerte sich, den Namen des Mannes zu nennen, dem der Angriff in Mannheim galt: Michael Stürzenberger.
Linke haben gelernt: Sprache ist Macht. An Universitäten lehren linke Professoren seit Jahren linke Studenten in der Kunst, Sprache als Instrument zu nutzen, um politische Ziele zu erreichen. Die Folgen davon erleben wir etwa bei der Gendersprache: Linke glauben, dass Frauen und sexuelle Minderheiten erst gleichberechtigt sind, wenn sie sprachlich abgebildet werden. Sie ruhen und rasten nicht, die Sprache mit Sternchen zuzupflastern, auf dass auch die letzte pansexuelle Genderfluff-Person in der Sprache sichtbar gemacht wird.
Wenn Linke also einen Namen verschweigen, ist dies niemals Zufall oder Versehen. Es ist der Versuch, Opfer unsichtbar zu machen, deren bloße Existenz am Fundament linker Macht kratzt.
Andere Namen nennt die Regierung lieber
Es ist nicht so, dass die Regierung in den vergangenen Tagen keine Namen genannt hätte, im Gegenteil: Sie war geradezu redselig. So erwähnten Scholz, Faeser, Paus und Buschmann zum Beispiel den Namen Walter Lübcke und erinnerten an die Ermordung des CDU-Politikers durch einen Neonazi vor fünf Jahren. Auch die Opfer des rassistischen Brandanschlags von Solingen aus dem Jahr 1993 nannten die Häuser von Faeser und Paus sowie Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) namentlich: Gürsün İnce, Hatice Genç, Hülya Genç, Saime Genç, Gülüstan Öztürk.

Mit einem Trauermarsch in Solingen wurde im März der Opfer des Brandanschlags gedacht.
Dies wäre eine noble Geste der Menschlichkeit, wenn sie nicht durch das absichtliche Verschweigen des Namens von Michael Stürzenberger konterkariert würde. Wer sich brüstet, Namen zu nennen, um Opfer vergangener Zeiten zu würdigen, kann nicht den Namen eines in der Gegenwart brutal niedergestochenen Mannes verschweigen, ohne an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Eine der bitteren Erkenntnisse der vergangenen Woche lautet: Hatice Genç, Gökhan Gültekin oder Mercedes Kierpacz interessieren die Regierung nicht aus Gründen der Menschlichkeit, sondern aus Gründen der Nützlichkeit.
Ihre Namen zu nennen, folgt blankem Kalkül. Es geht darum, rechtsextremistische und rassistische Gewalt in den Vordergrund zu rücken, während Gewalt durch Migration in den Hintergrund gedrängt werden soll. Das linke Projekt des Multikulturalismus, von dem sich Grüne und SPD faktisch noch immer nicht getrennt haben, darf nicht ins Wanken geraten. Das Video aus Mannheim zeigt, wie Sulaiman A. voller Mordlust auf Michael Stürzenberger einsticht und auf jeden anderen, der sich ihm in den Weg stellt. Es zeigt, mit welchem Vernichtungswillen der Täter den Polizisten ermordet, der für ihn alle Werte verkörpert, für die unser Staat steht.
Die Bilder aus Mannheim sind so krass, sie rütteln so sehr am linksgrünen Ideal einer harmonischen Einwanderungsgesellschaft, dass die Sprache das einzige Mittel ist, das der Regierung bleibt.

Die Bilder aus Mannheim zeigen die Brutalität von Sulaiman A..
Islamisten bedrohen das Wort
Es gibt aber noch einen zweiten Grund, weshalb die Regierung sich scheut, den Namen von Michael Stürzenberger zu nennen: Islamismus ist fast immer ein Angriff auf das Wort. Islamistische Attentäter wollen Menschen für falsche Worte bestrafen. Sie beanspruchen die Macht darüber, was gesagt werden darf und was nicht. Ihre Taten sind auch eine Drohung an die gesamte Bevölkerung: Du könntest der nächste sein, wenn du dich nicht an unsere Regeln hältst.
Einen Namen auszusprechen, ist ein Zeichen der Solidarität. Es verwandelt eine anonyme Masse in Individuen. Wer einen Menschen beim Namen nennt, sagt damit auch: Ich könnte an deiner Stelle stehen. Genau diese Solidarität verweigert die Bundesregierung den Opfern von Islamismus. Sie will nicht an der Stelle der Opfer stehen, weil sie vor dem Islamismus kapituliert, anstatt den Kampf mit ihm aufzunehmen.
Justizminister Buschmann twitterte anlässlich des Todestags von Lübcke: „Rechtsextremismus ist eine Bedrohung, der wir uns mit aller Entschlossenheit entgegenstellen müssen. Wir lassen uns von den Feinden der Freiheit nicht einschüchtern.“
Wer aber die Namen der Opfer islamistischer Anschläge verschweigt, der hat den Kampf um die Freiheit schon verloren.
Mehr NIUS:
Die Akte Sulaiman A.: „Alles deutet auf einen IS-inspirierten Anschlag hin“
Mehr NIUS:
Die Badewanne stirbt aus, dabei brauchen wir sie dringender denn je
Der Staat will nicht, dass Sie diese Werbung sehen!
Merz in Mecklenburg-Vorpommern: Der Beifall war enden wollend
Der Deutsche Gewerkschaftsbund sägt an dem Ast, auf dem alle Arbeitnehmer sitzen
Ein schwarz-grünes Northvolt-Debakel: Wie aus 300 Millionen Euro nur noch 31 wurden
Die Umbenennung des Hindenburgdamms steht für Deutschlands ewigen Kampf gegen die eigene Geschichte
Die Akte „Lügenfritz“ – Politiker verbreiten Desinformation, aber die Bürger werden verurteilt
Thomas und Lisa Müller: Blick hinter die Fassade des Glücks
Mehr NIUS:
Der Deutsche Gewerkschaftsbund sägt an dem Ast, auf dem alle Arbeitnehmer sitzen
Ein schwarz-grünes Northvolt-Debakel: Wie aus 300 Millionen Euro nur noch 31 wurden
Die Umbenennung des Hindenburgdamms steht für Deutschlands ewigen Kampf gegen die eigene Geschichte
Die Akte „Lügenfritz“ – Politiker verbreiten Desinformation, aber die Bürger werden verurteilt
Thomas und Lisa Müller: Blick hinter die Fassade des Glücks
Frei ist nur das Ich!
Warum Julia Klöckner die schickste Frau im Bundestag ist
Merz sagt, in 30 Jahren wird alles besser – ich freu mich schon drauf
Pauline Voss
Artikel teilen
Kommentare