Wer steckt dahinter? 400 CDU-Wahlplakate in Leipzig abgerissen
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Wohl noch nie ist eine Wahlkampfidee so gründlich missglückt wie diese: Die CDU hatte in einem Brennpunktviertel von Leipzig 400 Wahlplakate in arabischer und türkischer Sprache aufgehängt. Darauf stand (ins Deutsche übersetzt): „Mehr Sicherheit und Ordnung in unserem Wohngebiet“. In nur einer Nacht wurden sie alle abgerissen. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung – die Plakate bleiben verschwunden. Die CDU spricht von „nie gekanntem Vandalismus“.
Du fährst durch eine schöne, wichtige deutsche Stadt und siehst vor dir ein Plakat, das du nicht lesen kannst. Ist wohl arabisch, denkst du. Ist das von irgendeinem arabischen Verein? Irgendwas mit abgedrehtem Multikulti? Dann siehst du oben den Absender, ist ja nicht wirklich versteckt. Es kommt von der Partei der Bürgerlichen, der CDU. Dazu die Worte: „Leipzig. Besser. Machen.“
Warum man überhaupt Plakate in einer fremden Sprache anbringt – und das ausgerechnet in einem Hotspot der Ausländerkriminalität? Leipzigs CDU-Chef Andreas Nowak rudert herum: „Wir haben diese gemeinsam mit den dort ansässigen migrantischen Gewerbetreibenden entwickelt“, sagte er zu BILD. „Die Händler haben unsere Plakate dort selbst aufgehängt.“

Leipziger CDU-Chef Andreas Nowak (Quelle: CDU Leipzig)
Soll man die CDU dafür loben, dass sie keine professionellen Plakatkleber eingesetzt hat? Ich meine: Das ist vollkommen egal, es ein Nebenkriegsschauplatz, wie man es militärisch sagen würde. Das Wichtigste ist das Ergebnis. Egal, wer warum wie viele Plakate abgerissen hat – es geschah in einer Nacht, und nun sind sie alle weg.
Haben die Deutschen etwas gegen Arabisch? Ich glaube nicht. Die Schriftzeichen des Hocharabischen sind ein Stück Hochkultur. Sie erinnern an kulturelle Errungenschaften zum Beispiel in Spanien. 711 kamen die Araber nach Spanien und errichteten Observatorien, botanische Gärten, Denkmäler, Schulen und die Stadtburg Alhambra, das bedeutendste islamische Kulturgut im andalusischen Granada, seit 1984 Weltkulturerbe. Wer heute aber in einer deutschen Stadt wie Leipzig Plakate mit arabischen Schriftzeichen sieht, denkt nicht an die wunderbare Alhambra. Er denkt eher an das, was er fast täglich in unserem Land hört und sieht: Aufrufe zum Kalifat in Deutschland, vollverschleierte Frauen, Demonstrationen für die Scharia und gegen die Freiheit.
Das ist es, woran die Leipziger denken, wenn sie Wahlplakate in Arabisch in ihrer City sehen, sagt mir mein gesunder Menschenverstand. Diese Plakate will keiner in einer deutschen Stadt. Sie haben etwas Düsteres, etwas Unheimliches. Was ich nicht lesen kann, was ich nicht verstehe, bedroht mich. Besonders, wenn es arabisch ist.
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