Woke-Ikone statt Traum-Schauspieler: Warum alle den Aktivisten Pedro Pascal feiern
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Die ganze Welt feiert ihn: Pedro Pascal. Der gebürtige Chilene ist mit 50 auf dem Höhepunkt seiner Karriere und nutzt seinen Ruhm für Aktivismus. Er spielte Hauptrollen in Game of Thrones, Narcos, The Mandalorian,The Last of Us oder Gladiator II. und im Marvel-Abenteuer The Fantastic Four: First Steps. Aktuell wird der Schauspieler aber mit Auszeichnungen überschüttet, die vor allem sein gesellschaftliches Engagement betreffen.

Pedro Pascal (50)
Vergangenes Jahr kürte ihn die Zeitschrift People gleich zum zweiten Mal zum Man of the Year. Jetzt wurde Pedro Pascal vom Magazin Esquire in die „Better Men“-Liste aufgenommen, also die Liste für „Bessere Männer“. Diese ehrt laut eigener Aussage Dutzende Stars aus Kunst, Aktivismus und Politik, die „positive Männlichkeit im Jahr 2025 neu definieren“. Die neuen Helden sollen Freundlichkeit, Kreativität und Empathie verkörpern. Unter ihnen finden sich Schauspieler wie Alexander Skarsgard, der sich neuerdings mit lackierten Fingernägeln zeigt oder Popstar Harry Styles, der ständig mit Geschlechterrollen spielt. Und neuerdings auch Pedro Pascal, der dort The Beloved heißt, der Liebling.

Alexander Skarsgård mit roten Fingernägeln in Hollywood
In der Begründung heißt es, der aktuell gefragteste Schauspieler der Welt könne einfach nichts falsch machen. Nicht nur habe er einen erfrischend mutigen Kleidungsstil, er sei auch ein Unterstützer der LGBTQIA+-Community und werde von seinen Co-Stars vergöttert. Pedro Pascal stehe in der BESSERE-MÄNNER-Liste weil es ein radikaler Akt sei, in Hollywood für eine Sache einzustehen.

Vorausgesetzt, es ist die RICHTIGE Sache: Der Trump-Gegner zeigt sich im April bei einer Filmpremiere in London im Trans-Unterstützer-Shirt mit der Aufschrift „Protect the Dolls“, also Schützt die Puppen. Er posiert oft mit seiner Transgender-Schwester Lux, kämpft für das Recht auf Abtreibung, postet die Regenbogen-Flagge und ruft zu Spenden für Gaza auf. Ein Schauspieler, der so konsequent entgegengesetzte Positionen vertreten würde, wäre im Filmgeschäft auch hierzulande erledigt.

Pascal mit seinem Bruder Lucas Balmaceda, heute bekannt als „Lux Pascal“
Allerdings kassierte Pascal in den vergangenen Monaten Kritik für sein Verhalten gegenüber Co-Stars: Der Single begrabscht auf Premieren immer wieder Kolleginnen.
Aber selbst das sehen ihm seine knapp 12 Millionen-Instagram-Follower nach, denn diese Übergriffe haben scheinbar einen Grund: Immer wieder spricht der 50-Jährige offen über seine Angststörung – was ihm in woken Kreisen Lob einbringt. Körperliche Berührung helfe ihm, sich zu erden. Begonnen habe seine Angst während der Pandemie, so Pascal.
Aktuell spielt er in dem Western Eddington neben Oscarpreisträger Joaquin Phoenix einen Bürgermeister, der auf die Einhaltung der Corona-Regeln pocht. Phoenix hat übrigens fünf Tage vor Drehbeginn seine Mitwirkung am schwulen Liebesdrama De noche abgesagt. Die Dreharbeiten sollen im Januar starten, und den Hauptpart übernimmt jetzt wohl: Pedro Pascal. Für die Oscar-Nominierungen Ende Januar wird dieses Engagement zu spät sein. Aber der Preis als härtester Aktivist Hollywoods ist Pedro Pascal jetzt schon sicher.
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