Wunderbare Nachricht: Der 15-jährige „Influencer Gottes“ wird posthum heiliggesprochen
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Er war erst 15, als er starb: Carlo Acutis, ein italienischer Teenager mit einem sympathischen, fröhlichen Lachen. Aber mit seinem Tod 2006 wurde dieser computerbegeisterte Jugendliche immer bekannter: in Italien, in Europa, in der ganzen Welt. Er ist heute eine Art Popstar, den Millionen Menschen verehren. Am 30. Mai dieses Jahres hat Papst Franziskus die Dokumente für die Heiligsprechung von Acutis unterzeichnet.
Carlo Acutis könnte der erste Millenial sein, der heiliggesprochen wird – ein Heiliger für unsere Zeit. Einer in Jeans und Turnschuhen.
Sein Leben war so anders als das von Millionen Menschen seines Jahrgangs. Er konnte mit vier schon lesen – und studierte die Bibel. Er war gläubiger Katholik und besuchte schon als Kind jeden Tag die Heilige Messe. Er lernte so schnell, dass er Klassen in der Grundschule übersprang. Er half mit seinem Taschengeld Obdachlosen und Geflüchteten in Mailand, wo er und seine Familie lebte.

Ein Mädchen am Grab von Carlo Acutis
Ungewöhnlich war seine frühzeitige Begeisterung für Computer und das Internet. Der digitale Autodidakt bastelte Webseiten für Pfarreien, als Elfjähriger programmierte der junge Computer-Fan eine Online-Datenbank, die alle Wunder weltweit verzeichnete. Immer wieder warb er im Internet für den katholischen Glauben. Carlo Acutis starb mit 15 an einer besonders aggressiven Form von Leukämie. Bei seinem Tod waren seine Gläubigkeit – und seine Computer-Künste weit über Italiens Grenzen hinaus bekannt geworden. Der „Influencer Gottes“, wie man ihn nannte, wurde auf seinen Wunsch in Assisi beerdigt. Er hatte keine Angst vor dem Sterben gehabt.
Wie schön, dass es Wunder gibt
Papst Franziskus persönlich soll die Seligsprechung (die einer Heiligsprechung vorangeht) vorangetrieben haben. Für eine Heiligsprechung müssen nach katholischem Ritus zwei Wunder nachgewiesen werden. Carlo Acutis erfüllt diese Voraussetzungen, weil ihm posthum zwei Wunder zugeschrieben werden. Die Heilung eines brasilianischen Jungen im Jahr 2010 von einer schweren Erkrankung, der seine Gebete an den toten Acutis gerichtet hatte. Das zweite bestätigte posthume Wunder ist die plötzliche Genesung einer 23-jährigen Studentin aus Costa Rica, die Anfang Juli 2022 bei einem Fahrradunfall in Florenz schwerste Kopfverletzungen erlitten und ins Koma gefallen war.

Der Leichnam des Teenagers wird seit 2020 ausgestellt.
Die Mutter der Studentin war sechs Tage nach dem Unfall der Tochter nach Assisi gereist und hatte dort, in der Kirche Santa Maria Maggiore, einen ganzen Tag lang auf Knien vor dem gläsernen Sarkophag des einbalsamierten Leichnams von Carlo Acutis gebetet. Am selben Abend, so berichtet die Diözese Assisi, habe die Frau den Anruf von der Klinik in Florenz mit der Nachricht erhalten, dass sich der Zustand ihrer Tochter plötzlich und unerklärlich gebessert hat und sie nicht mehr künstlich beatmet werden müsse. Tags darauf habe die Studentin dann das Bewusstsein wiedererlangt, ihre Gliedmaßen wieder bewegen können und erste Worte gesprochen.
Mein gesunder Menschenverstand sagt: Wir können nicht alles erklären, was in dieser Welt passiert. Wie schön, dass es Wunder gibt.
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