Zwischen „bunter Gesellschaft“ und verfehlter Migrationspolitik: Zur EM ist Deutschland Weltmeister der Verlogenheit
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Es ist Europameisterschaft im eigenen Land, und die Deutschen sind schon jetzt Weltmeister. Weltmeister der Verlogenheit.
Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) kämpft sonst gegen Rassismus und freut sich auf Twitter, dass so viele schwarze Spieler für Deutschland auf dem Platz stehen („stellt euch vor, da wären nur weiße deutsche Spieler“). Der WDR lässt in einer Umfrage erheben, ob sich die Deutschen mehr „weiße Spieler“ wünschen. 21 Prozent bejahen dies.
Und schon stehen die Social-Media-Welt in Flammen, der vermeintliche gute oder gut gemeinte Rassismus von Göring-Eckardt wird - zu Recht - heftig attackiert. Die WDR-Umfrage-Frage, heißt es, hätte nie gestellt werden dürfen. Göring-Eckardt löscht ihren Tweet und hofft, „dass wir die anderen 21 Prozent noch überzeugen“.

Im Rahmen der WDR-Doku „Einigkeit und Recht und Vielfalt“ wurden eine Umfrage durchgeführt, die wissen wollte, ob sich die Befragten mehr weiße Spieler in der DFB-Elf wünschten. 21 Prozent bejahen dies.
Medien und Erregungsbürger füllen sich gegenseitig die Taschen mit dem, was sie sich hineinlügen
Man kann und darf sich selbstverständlich über die Siege der deutschen Nationalmannschaft freuen, und gleichzeitig die in der Hautfarbe manifestierte Migrationsgeschichte zur Kenntnis nehmen. Man darf und wird auch in Zukunft immer die unterschiedlichen Herkünfte der Menschen registrieren, die wir nun mal alle mit uns ein Leben lang herumschleppen wie einen Rucksack.
Asiaten werden als solche erkennbar sein, „Afroamerikaner“ nennen sich in den USA bewusst und mit Stolz auf ihre Wurzeln auch nach Jahrhunderten so, und weiße Europäer sind auch heute in Afrika noch immer entweder Touristen oder Nachfahren von Kolonialisten.
Einfach mal runterkommen und sich ehrlich machen!
Fußball hat mit gelebter Migrationspolitik schlichtweg nichts zu tun. Eskalierende Migranten- und Clankriminalität, Parallelgesellschaften in ganzen Stadtvierteln und islamischer Antisemitismus werden um keinen Deut besser durch die mehr oder weniger (Özil, Erdoğan, etc.) gut gelungene Integration kickender Millionäre. Ein Sieg der Nationalmannschaft ist ein Grund zur Freude, aus dem Ruder laufende, misslingende Migrationspolitik ist es nicht. Realismus statt Wunschdenken!

Die Sonnenallee in Berlin-Neukölln gilt als Inbegriff einer Parallelgesellschaft.
Wenn Islands Nationalmannschaft aus weißen Nordmännern erfolgreich internationale Turniere aufrollt, ist das um keinen Deut schlechter oder besser, als „bunte“ Siege (und Niederlagen) anderer Länder. Fußball ist einfach nur Sport und kein Politikersatz. Das politische Aufladen der EM in Deutschland als wokes Regenbogen-Festival ist genauso unsinnig und übergriffig, wie das Ausnutzen von Fußballer-Popularität zur Wahlwerbung, wie es etwa Kylian Mbappé für im französischen Wahlkampf für angemessen hält.
Und nein: Katrin Göring-Eckardt ist selbstverständlich keine Rassistin. Sie ist nur etwas dumm. Das ist erlaubt. Man darf naive Vorstellungen von einer „bunten“ Gesellschaft haben und sich auch dann noch in ideologischer Wetterfestigkeit (Karl-Eduard von Schnitzler) pflegen, wenn die migrationspolitische Realität längst ins Düstere dreht. Sie bedient sich gedankenlos rassistischer Stereotype, weil sie „guten Rassismus“ im Sinne ihres Vielfaltsverständnisses nicht für solchen hält.
Und ja: Sie bedient und pflegt damit die typischen, antideutschen Reflexe des linken Lagers, die die Grünen in Wahlkampfzeiten immer gern verstecken und sich dann wundern, wenn es in den Umfragen wieder abwärts geht, wenn sie wieder zum Vorschein kommen. „Der Fortschritt ist eine Schnecke“, schrieb Günter Grass (+2015) lange bevor es die Grünen gab und meinte damit die Konservativen. Wirklich zäh und unverwüstlich ist in Wahrheit die Weltfremdheit der Linken. Die Völker hören die Signale längst, während die Linken nur davon singen.
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