ZDF löscht Video aus Mediathek: Dunja Hayali zeigte ein gefälschtes KI-Video, um gegen Trumps Abschiebungen zu agitieren
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Nun ist die Sendung aus der Mediathek verschwunden: Im heutejournal vom Sonntagabend (15. Februar) hatte das ZDF in einem Beitrag über Abschiebungen in den USA ein Video gezeigt, das darstellen soll, wie eine Mutter vor ihren Kindern von ICE abgeführt wird. Die schockierend harte Szene sollte als vermeintlicher Beleg für das Vorgehen der amerikanischen Abschiebebehörde gelten. Doch offensichtlich zeigt sie nur eine Fiktion.
Besonders fragwürdig erscheint, dass die Moderatorin Dunja Hayali sogar um die Problematik gefälschter Videos Bescheid weiß – und trotzdem bereitwillig auf entsprechendes Material zurückgreift: „Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, wird festgestellt haben, dass es sehr viele Einsätze der ICE-Truppen von Donald Trump gibt. Nicht alle sind echt, aber doch sehr viele“, so Hayali. Zuerst hatte der X-Nutzer Dr. David Lütke auf die Fake News aufmerksam gemacht.
Seit Montagnachmittag liegt nun die Antwort auf die Presseanfrage vor. NIUS hatte das ZDF um Belege für die Echtheit des gezeigten Videos gebeten. In seiner Stellungnahme räumt der Sender ein, dass es sich tatsächlich um KI-generiertes Material handelt – allerdings nicht um versehentlich, sondern absichtlich Genutztes.
Die Pressestelle schreibt: „Im Beitrag des ‚heute journal‘ vom 15. Februar 2026 über die ICE-Einsätze in New York hätten KI-generierte Bilder gekennzeichnet werden müssen. Diese Kennzeichnung wurde bei der Überspielung des Beitrags aus technischen Gründen nicht übertragen. Die Redaktion hat den Fehler korrigiert und das Video entsprechend angepasst. In den KI-Grundsätzen des ZDF ist festgelegt, dass KI-generiertes Bildmaterial immer transparent gekennzeichnet wird.“
Die Antwort wirft neue Fragen auf. Worin genau bestand der journalistische Mehrwert, ein gefaktes Video in einem Nachrichtenbeitrag zu zeigen – und es unmittelbar neben realem Material zu platzieren? Und versucht das ZDF hier, einen schwerwiegenden redaktionellen Fehler nachträglich zu relativieren, indem lediglich ein technischer Kennzeichnungsfehler eingeräumt wird?
Was gegen die Echtheit spricht
Von Anfang an sprachen mehrere starke Indizien dafür, dass es sich bei dem gezeigten Material nicht um eine reale Aufnahme handelt, sondern um ein KI-generiertes Video. Hier ist es in Gänze zu sehen:
Erstens: In der linken oberen Bildecke ist ein Wasserzeichen des Videomodells „Sora“ zu erkennen – ein KI-Videogenerator von OpenAI, das auch ChatGPT betreibt. Ein solches Wasserzeichen wäre bei authentischem Nachrichtenmaterial nicht zu erwarten.

Offensichtlich hat die KI sich in dem Video selbst als Schöpfer verewigt.
Zweitens: Das sichtbare Polizeiemblem auf einem im Hintergrund stehenden Wagen entspricht keiner existierenden US-Behörde. Das Symbol erinnert eher an ein generisches Fantasieabzeichen als an ein reales Behördenzeichen. Möglicherweise hat sich die KI an dem südafrikanischen Polizeiemblem orientiert.

Dieses Emblem gibt es in den USA nicht.
Drittens: Mehrere Bilddetails weisen typische KI-Artefakte auf: unnatürliche Übergänge an Händen und Armen sowie unsaubere Texturen. Solche Fehler treten häufig bei synthetisch erzeugtem Videomaterial auf.
Auch der frühere ZDF-Journalist Peter Welchering hält das Video für KI:
Heikel wirkt das Vorgehen auch vor dem Hintergrund, dass Hayali sich gern damit brüstet, die Fakten regelrecht gepachtet zu haben. Nun zeigt sich: Sie nutzt „eigene Fakten“.

Hält sich Dunja Hayali an die eigenen Maßstäbe?
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