47 Prozent der Deutschen sprechen sich für Ende von Schwarz-Rot aus
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Die schwarz-rote Koalition steckt in einer tiefen Vertrauenskrise. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Welt am Sonntag spricht sich inzwischen fast jeder zweite Bürger für ein vorzeitiges Ende des Bündnisses aus. Insgesamt 47 Prozent wollen, dass Union und SPD nicht weiterregieren.
Die größte Gruppe fordert klare Konsequenzen: 38 Prozent wünschen sich Neuwahlen. Weitere neun Prozent plädieren dafür, dass CDU und CSU die Koalition verlassen und eine Minderheitsregierung bilden. Nur 30 Prozent der Befragten wollen, dass Schwarz-Rot weitermacht. Knapp ein Viertel entschied sich für keine der Optionen oder antwortete mit „weiß nicht“.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte eine Minderheitsregierung zuletzt ausgeschlossen. Ein Kurs, bei dem sich die Union Mehrheiten auch mit Stimmen der AfD suchen müsste, komme für ihn nicht infrage. Zugleich verlangte er von der SPD mehr Kompromissbereitschaft.

Partner auf Augenhöhe – oder nur auf Zeit? Im Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rumort es.
Ostdeutschland besonders unzufrieden
Besonders groß ist die Unzufriedenheit in Ostdeutschland. Dort sprechen sich 46 Prozent für ein Ende der Koalition und Neuwahlen aus, im Westen sind es 35 Prozent. Eine Fortsetzung von Schwarz-Rot wünschen sich im Osten nur 22 Prozent, im Westen 31 Prozent.
Auch nach Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders stark ist der Wunsch nach Neuwahlen bei den 50- bis 59-Jährigen mit 46 Prozent und bei den 40- bis 49-Jährigen mit 41 Prozent. In der jüngsten Gruppe der 18- bis 29-Jährigen liegt der Wert dagegen bei 27 Prozent.
Für die Umfrage der Welt am Sonntag wurden vom 8. bis 11. Mai insgesamt 2353 Bürgerinnen und Bürger befragt.
Mehr lesen: Jeder Bürger spürt es: Diesem Kanzler wird nichts mehr gelingen.
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