51 Prozent mehr als im Vorjahr: 2023 fast 330.000 Asyl-Erstanträge
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Die Migrationszahlen sind konstant hoch, im Dezember jedoch leicht gesunken: Insgesamt sind fast 330.000 Personen im Jahr 2023 über das Asylticket nach Deutschland gekommen. 72 Prozent der Erstantragssteller waren männlich.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat laut ihrem am Montag veröffentlichten Bericht im vergangenen Jahr 329.120 Asyl-Erstanträge entgegengenommen. Dies ist die höchste Zahl seit 2016, als die Behörde über 745.545 Asylanträge zu entscheiden hatte. Im Vorjahr waren es 217.774 Erstanträge auf Asyl. Damit stieg die Zahl um 51,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022.
Im Dezember jedoch waren die Zuzugszahlen leicht gesunken. Demnach wurden im letzten Monat des vergangenen Jahres 23.025 Erstanträge gestellt. Im November lag die Zahl noch bei 35.316. Rechnet man die Folgeanträge hinzu, gingen beim BAMF im vergangenen Jahr 351.915 Anträge auf Asyl ein.

Migranten tragen Kästen mit Bier zu ihrer Unterkunft auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt.
Großteil der Migranten stammt aus drei Ländern: Syrien, Türkei und Afghanistan
Der Großteil der Asylmigration kommt dabei aus drei Ländern. Fast ein Drittel der Erstanträge im Jahr 2023 stellten Syrer (31,2 Prozent). Dahinter folgten türkische Staatsbürger (18,6 Prozent) und Afghanen (15,6 Prozent). Der Großteil der Migranten war männlich (71,5 Prozent). Fast zwei Drittel der Männer hatten dabei ein Alter zwischen 16 und 35 Jahren.

Syrer stellten die größte Gruppe der Asylbewerber. Quelle: BAMF
Jeder zehnte Antragssteller war dabei unter vier Jahren. In 6,9 Prozent der Asylanträge handelte es sich sogar um Kinder, die in Deutschland geboren wurden.
Gleichzeitig verdeutlicht der BAMF-Bericht das Versagen der Bundesregierung bei den Übernahme-Ersuchen an andere EU-Mitgliedsstaaten. Offenbar will niemand die Migranten aus Deutschland aufnehmen. Insgesamt gab es gemäß der Dublin-III-Verordnung 74.622 Übernahme-Ersuche. 55.728 dieser Ersuche wurde stattgegeben, doch nur 5.053 Migranten verließen Deutschland in ein anderes EU-Mitgliedsland.
Zudem steigt die Zahl der anhängigen Verfahren. Die Behörden sind derzeit völlig überlastet. Mittlerweile warten noch immer 239.614 auf Bearbeitung.

Die Zahl der anhängigen Verfahren steigt kontinuierlich an. Quelle: BAMF
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