606 linke und 182 rechte Übergriffe im Jahr 2025: Politisch motivierte Gewaltdelikte werden deutlich häufiger von Linken gegen Rechte verübt als umgekehrt
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Politisch motivierte Gewaltdelikte werden deutlich häufiger von Linken gegen Rechte verübt als umgekehrt. Das geht aus einer aktuellen Anfrage der AfD ans Bundesinnenministerium hervor.
Während im Jahr 2025 ganze 606 Gewaltdelikte aus dem „Phänomenbereich links“ mit dem „Unterthemenfeld“ (UTF) „gegen rechts“ versehen waren, liegt die Zahl bei der umgekehrten Variante – PMK rechts mit UTF „gegen links“ – bei 182.
Zu Erklärung: In der deutschen PMK-Statistik – also der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität – werden Straftaten zunächst einem Phänomenbereich zugeordnet (z. B. „PMK-links“ oder „PMK-rechts“). Zusätzlich können sie spezifischere Merkmale erhalten, sogenannte Unterthemenfelder (UTF), die näher beschreiben, in welchem Zusammenhang die Tat steht – zum Beispiel „gegen rechts“ innerhalb von PMK-links oder „gegen links“ innerhalb von PMK-rechts.

Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Erfassung der Fallzahlen zur Politisch motivierten Kriminalität aus dem Jahr 2025 derzeit noch nicht abgeschlossen ist.
Auch, wenn die politische Orientierung eines Opfers einer Straftat laut Auskunft des Innenministeriums nicht kategorisch erfasst wird, und die Erfassung deshalb möglicherweise unvollständig ist, sprechen die eingetragenen Zahlen eine recht deutliche Sprache. Mehr als dreimal häufiger verübten Linke gegen Rechte Gewalt als andersherum.
Starker Anstieg der Gewalttaten zwischen den politischen Lagern
Der AfD-Abgeordnete Martin Hess, der die Frage ans Innenministerium gestellt hatte, erklärt in einer Mitteilung: „Nicht nur der Anstieg, sondern insbesondere die absoluten Zahlen belegen klar, von welcher Seite die meiste Gewalt ausgeht, doch der politische Wille, diese Realität anzuerkennen, fehlt.“
Aus den abgefragten Zahlen geht zudem ein starker Anstieg der Gewalttaten zwischen den politischen Lagern insgesamt hervor. Waren es 2025 bereits 606 Taten von Links gegen Rechts, registrierten die Behörden noch im Jahr 2024 gut 31 Prozent weniger Fälle, nämlich 416 Gewalttaten nach diesem Muster. Die Zahl von Rechts gegen Links, die 2025 bei 182 lag, betrug noch im Vorjahr 147.
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Janina Lionello
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