Air Defender in Deutschland: Bald startet größte Militärübung seit Nato-Bestehen
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- An der Übung Air Defender nehmen vom 12. Juni bis zum 23. Juni unter deutscher Führung 25 Nationen mit 250 Flugzeugen und 10.000 Soldaten teil.
- Es ist die größte Verlegeübung von Luftstreitkräften seit Bestehen der Nato. Während der zweiwöchigen Operation sollen jeweils von Montag bis Freitag drei Lufträume zeitversetzt für die zivile Luftfahrt gesperrt werden.
- Die meisten Flüge könnten nach Angaben der Luftwaffe über der Nord- und Ostsee stattfinden.
Eine Woche vor der großen Militärübung Air Defender 2023 hat Verteidigungsminister Boris Pistorius die Bedeutung des Luftwaffenmanövers für die Sicherheit Deutschlands und der Verbündeten betont. „Natürlich tun wir alles, um die Auswirkungen für die Bevölkerung und den zivilen Luftverkehr so gering wie möglich zu halten. Dafür stimmen wir uns seit Monaten ganz eng mit allen Beteiligten ab“, sagte der SPD-Politiker am Montag am Rande einer Asienreise der Deutschen Presse-Agentur.
Für eine große Luftwaffenübung über Teilen Deutschlands sind bereits am Mittwoch die ersten ausländischen Kampfjets in Schleswig-Holstein eingetroffen. Acht Jets vom Typ F18 der US Navy sind auf dem Fliegerhorst Hohn bei Rendsburg gelandet. Kampfjets vom Typ F16 aus den USA landeten am Samstag auf dem Fliegerhorst Jagel bei Schleswig. Insgesamt werden bis Ende der Woche mehr als 70 Kampfjets aus anderen Ländern an beiden Standorten erwartet. Dazu seien während der Übung in Hohn und Jagel rund 1800 ausländische Soldaten vor Ort.
Bund will Nachtflugverbot aussetzen
„Mit Air Defender 2023 als größter Verlegungsübung von Luftstreitkräften seit Gründung der Nato stärken wir das Bündnis und die transatlantischen Beziehungen. Gemeinsam mit unseren Verbündeten zeigen wir, dass wir das Bündnisgebiet reaktionsschnell und schlagkräftig verteidigen können“, sagte Pistorius. Deutschland als Gastgeber beweise, „dass wir nicht nur von internationaler Verantwortung reden, sondern diese als logistische Drehscheibe in Europa und Führungsnation bei so einer großen Übung auch übernehmen“.
Der Bund hatte an die Länder appelliert, Betriebszeiten an Flughäfen zu flexibilisieren. Das zielt vor allem auf Nachtflugverbote. Störungen für den zivilen Luftverkehr könnten deutlich abgemildert werden, wenn für die Dauer der Übung Anträge betroffener Luftverkehrsunternehmen auf Starts und Landungen außerhalb der normalen Betriebszeiten der Flugplätze von den zuständigen Behörden genehmigt werden, wenn die Voraussetzungen vorliegen, hieß es in einem Brief von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Pistorius.
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Janina Lionello
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