Dieser Mann will argentinischer Präsident werden – ist er rechtsextrem?
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Der libertäre Kandidat Javier Milei (Partido Libertario) hat die politische Landschaft Argentiniens erschüttert, indem er die Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl gewann. Der 52-jährige Ökonom und Rolling-Stones-Coversänger, bezeichnet sich selbst als „Anarchokapitalist“. Er übertraf die etablierten Politiker mit 30,06 Prozent der Stimmen.
Aber wer ist dieser Mann und für was steht er?
Javier Milei ist kein Neuling in der argentinischen Politik. Trotz seiner Darstellung als politischer Außenseiter dient er seit 2021 als Kongressabgeordneter. Er ist oft in seiner charakteristischen Lederjacke zu sehen und ist bekannt für seine provokativen Angriffe auf Linke. Seine Anti-Establishment-Ansichten haben ihm die Unterstützung von argentinischen Wählern eingebracht, die wütend auf die aktuelle und frühere Regierung sind, weil sie die Wirtschaftskrise des Landes nicht gelöst haben.

Milei gibt, in seiner ikonischen Lederjacke, seine Stimme für die Vorwahlen ab.
Politische Positionen
Mileis politische Positionen sind deutlich libertär und teilweise konservativ. Er hat vorgeschlagen, die argentinische Zentralbank abzuschaffen, den Peso durch den US-Dollar zu ersetzen und staatliche Unternehmen, die Verluste machen, zu privatisieren. Er ist gegen Abtreibung, es sei denn, das Leben der Mutter ist in Gefahr und hat versprochen, „das Leben von Kindern von der Empfängnis an zu schützen“. Er hat auch die Sexualerziehung in Schulen kritisiert und ist ein Leugner des Klimawandels. Er spricht sich für gleichgeschlechtliche Ehe aus, aber kritisiert „Gender-Politik“. Milei spricht sich für eine Legalisierung aller Substanzen und eine freie Migration aus.
Trotz dieser durchaus liberalen Positionen wird er von den meisten deutschen Medien als rechtsextrem eingestuft.
Darüber hinaus hat Milei arbeitnehmerfreundliche Gesetze als „Krebsgeschwür“ kritisiert und den Staat als „Grundlage aller Probleme“ bezeichnet. Er hat auch vorgeschlagen, die Waffenkontrolle zu lockern.

Werbeartikel Milei's zeigen klassische libertäre Symbolik.
Auswirkung auf den internationalen Politiktrend
Mileis Ansichten stehen im starken Kontrast zur aktuellen politischen Landschaft in Deutschland, wo der Staat eine aktive Rolle in vielen Aspekten des Lebens spielt. Milei hat vorgeschlagen, „unnötige“ Ministerien abzuschaffen und sich gegen eine staatliche Bevormundung ausgesprochen. Er glaubt an die Kraft des freien Marktes und die Fähigkeit der Menschen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, ohne staatliche Eingriffe.
Diese Ansichten könnten in Argentinien zu einer Wirtschaftsbelebung führen, die als Modell für andere Länder dienen könnte, die einen Weg aus der Stagnation suchen. Wenn Argentinien unter Milei aufblüht, könnte dies eine globale Trendwende hin zum Libertarismus signalisieren, weg von der zunehmenden Regulierung und Kontrolle durch den Staat, wie sie in vielen westlichen Demokratien, einschließlich Deutschlands, zu beobachten ist.
Javier Mileis Sieg in den Vorwahlen hat das Potenzial, die argentinische Politik zu verändern. Seine radikalen libertären Ansichten und seine Anti-Establishment-Haltung haben ihn zu einem Favoriten für die Präsidentschaftswahl am 22. Oktober gemacht.
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Amir Makatov
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