„Wenig von dem umgesetzt, was versprochen wurde“: Union drängt auf schnellen Wechsel an der Bahn-Spitze
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Die Union fordert eine rasche personelle Neuaufstellung an der Spitze der Deutschen Bahn (DB). Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist festgelegt, dass es bei DB und InfraGO eine „Neuaufstellung von Aufsichtsrat und Vorstand“ geben soll, „mit dem Ziel, mehr Fachkompetenz abzubilden und eine Verschlankung zu erreichen“. Die Union will dies nun zügig umsetzen.
„Vorstands- und Aufsichtsratsentscheidungen gehören an den Anfang“, sagte Unions-Fraktionsvize Ulrich Lange gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Das ist kein Projekt, das wir erst zum Ende der Legislaturperiode angreifen wollen.“ Lange kritisierte die bisherige Bahn-Führung: „Wir sind als Mitglieder des Bundestags und Vertreter des Eigentümers nicht zufrieden mit dem, was Vorstand und Aufsichtsrat der Bahn in den letzten Jahren abgeliefert haben.“

Immer wieder unpünktlich: Züge der Deutschen Bahn.
Das Ziel: Verschlankung an der Spitze
Der CSU-Politiker forderte in der Süddeutschen Zeitung eine deutliche Reduzierung des Vorstands: „Der Bahnvorstand muss um ein Drittel verschlankt werden.“ Derzeit besteht das Gremium aus acht Mitgliedern unter der Leitung von Vorstandschef Richard Lutz, der seit 2017 im Amt ist. Aufsichtsratsvorsitzender ist Werner Gatzer, ehemaliger Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.
Die Kritik an der Bahn-Führung speist sich aus anhaltenden Problemen wie unpünktlichen Zügen – 2024 waren nur 62,5 Prozent der Fernzüge pünktlich – und einem erneuten Milliardenverlust. Lange bemängelte zudem den Zustand der Infrastruktur: „Es gab viele Folien und Charts, aber es wurde wenig von dem umgesetzt, was versprochen wurde.“
Die Union sieht in einer Verschlankung und Erneuerung der Führungsgremien die Chance, die Probleme des Staatskonzerns anzugehen. „Wenn man mit der Führung eines Unternehmens nicht mehr zufrieden ist, muss man handeln“, so Lange.
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