Arbeitsministerin Bas plant Renten-Hammer: Auch Selbstständige sollen einzahlen!
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Union und SPD planen Reformen bei der Rente. Die zuständige Ministerin sähe es gerne, dass mehr Gruppen in das System einzahlen als bisher.
Übernimmt die Merz-Regierung jetzt etwa den irren Renten-Plan der Grünen, den sie noch vor wenigen Monaten scharf kritisiert hatte?
Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) will Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Sie sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „In die Rentenversicherung sollten auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen. Wir müssen die Einnahmen verbessern.“
Über die Ausgestaltung werde die von der schwarz-roten Koalition vereinbarte Rentenkommission beraten, die nun zügig ins Leben gerufen werde. Sie solle Reformvorschläge machen, sagte die neue Arbeitsministerin. Der schwarz-rote Koalitionsvertrag sieht vor, dass das heutige Rentenniveau von 48 Prozent bis 2031 gesetzlich festgeschrieben wird.
Beim Koalitionspartner kommt der Vorstoß der Arbeitsministerin allerdings nicht gut an. „Liebe @baerbelbas , ich weiß, es ist noch alles neu, aber der Ampel-Chaos-Modus ist vorbei! Wir stehen jetzt zusammen in #Verantwortung für Deutschland und arbeiten das ab, was in der Koalition vereinbart ist. Alleingänge sind so 2024“, schrieb der CDU-Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban am Samstagvormittag auf X.
Liebe @baerbelbas, ich weiß, es ist noch alles neu, aber der Ampel-Chaos-Modus ist vorbei! Wir stehen jetzt zusammen in #Verantwortung für Deutschland und arbeiten das ab, was in der Koalition vereinbart ist. Alleingänge sind so 2024.https://t.co/6JOuHPgapl
— Tilman Kuban (@TKuban96) May 10, 2025
Bezüge von Beamten deutlich höher
Wer als Beamter in den Ruhestand geht, kann aktuell mit einer Durchschnittspension von 3280 Euro brutto im Monat rechnen. Das sind 196 Prozent mehr als die durchschnittliche Altersrente von 1108 Euro eines Arbeitnehmers.
Doch die Alterung der Gesellschaft setzt das System unter Druck. In den kommenden Jahren werden immer weniger Beschäftigte in die Rentenkasse einzahlen – immer mehr Menschen bekommen Altersbezüge. Die langfristige Finanzierung der Rente bleibt im Koalitionsvertrag vage. „Nur eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik, eine hohe Beschäftigungsquote und eine angemessene Lohnentwicklung ermöglichen es, dies dauerhaft zu finanzieren“, heißt es.
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