Bauministerin Geywitz (SPD) zur Wohnungsnot: Dann sollen sie halt aufs Land ziehen ...
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Die Wohnungsnot in großen und mittelgroßen Städten treibt die Preise immer weiter in Höhe und macht Wohnen für die normal arbeitende Bevölkerung zunehmend zum Luxusgut. Bauministerin Clara Geywitz (SPD) hat einen Lösungsvorschlag: Einfach aufs Land ziehen!
„Knapp zwei Millionen Wohnungen in Deutschland stehen leer. Zwei Drittel der Bevölkerung lebt zudem in Regionen, wo Wohnen bezahlbar ist. Aber in unseren Großstädten oder Metropolregionen herrscht ein riesiger Bedarf. Wir werden Ende des Jahres eine Strategie gegen den Leerstand vorlegen. Denn es ist auch viel umweltfreundlicher, vorhandene Häuser zu nutzen, statt neu zu bauen“, sagte sie der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Motto à la Marie Antoinette: Wenn sich das Volk keine Wohnung in der Stadt leisten kann, sollen sie halt aufs Land ziehen!

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD)
Gerade in kleinen und mittelgroßen Städten sei „das Potenzial groß, weil es dort auch Kitas, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte gibt“, zählt Geywitz auf. Viele Menschen hätten in der Vergangenheit für die Jobsuche ihre Heimat verlassen. „Homeoffice und Digitalisierung bieten aber inzwischen ganz neue Möglichkeiten für das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum. Und diese wollen wir stärken“, so Geywitz weiter.
Was plausibel klingt, wird jedoch zu blankem Hohn, wenn man bedenkt, dass die Ampel-Regierung 400.000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen hatte, um besagte Wohnungsnot aufzulösen – dieses Ziel jedoch Jahr für Jahr meilenweit verpasst. 2022 und 2023 wurden insgesamt 200.000 Wohnungen weniger gebaut als großspurig angekündigt. Für das laufende und die kommenden Jahre sieht die Prognose laut ifo-Institut noch düsterer aus – und die nicht aufhörende illegale Migration nach Deutschland spitzt den Wettbewerb um Wohnraum weiter zu.

Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen liegt weit hinter den Zielen der Bundesregierung.
Geywitz hat da andere Informationen und glaubt an schnelle Besserung: „Viele Prognose-Institute sagen, die Talsohle ist durchschritten und spätestens ab dem nächsten Jahr wird die Branche wieder wachsen.“
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