Berlin: Senat lockert Streusalz-Verbot wegen Glatteis
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Der Berliner Senat lockert wegen der anhaltenden Glätte vorübergehend die Regeln für den Winterdienst: Künftig darf in der Hauptstadt zeitweise auch auf Gehwegen Tausalz eingesetzt werden. Die Berliner Verkehrsverwaltung erließ dafür eine Allgemeinverfügung, berichtet das rbb-Inforadio.
Zur Begründung heißt es, der Senat übernehme zentral die Steuerung, um die extreme und anhaltende Glatteis Situation zu bekämpfen. Gemeinsam mit den Bezirken und der Berliner Stadtreinigung (BSR) werde vereinbart, alle verfügbaren Kräfte und Mittel für die Glättebekämpfung einzusetzen.
Die Entscheidung fällt in eine Phase stark angespannter Rettungsdienste. Nach Angaben der Berliner Feuerwehr ist sie wegen der Vielzahl an Glätteunfällen seit gestern an der Belastungsgrenze. Zeitweise seien sämtliche Rettungswagen im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher dem rbb. Dadurch hätten nicht alle notwendigen Patiententransporte übernommen werden können. Zur Entlastung wurden Freiwillige Feuerwehren hinzugezogen. In Berlin stehen demnach aktuell 140 Rettungswagen bereit – das sind 20 mehr als üblich.
Wegner flehte um Erlaubnis
Am Donnerstag wandte sich Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) an seinen Senat und bat darum, den Einsatz von Streusalz zu erlauben. „Wir erleben in Berlin extreme Wetterbedingungen – mit Eisregen und anhaltendem Frost. Ich appelliere an das Abgeordnetenhaus, den Einsatz von Tausalz in Berlin in Ausnahmen möglich zu machen. Wir müssen die gefährliche Lage auf Gehwegen, Treppen und Straßen entschärfen. Es ist unsere Pflicht, dass die Menschen auch im Winter gut und sicher durch die Stadt kommen“, so Wegner.
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