Bitteres Erwachen für Luisa Neubauer
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Fridays-for-Future-Gesicht und Grünen-Mitglied Luisa Neubauer wanderte jahrelang von Talkshow zu Talkshow. Bei ARD und ZDF war sie omnipräsent und saß förmlich jederzeit in der ersten Reihe, um über die Klima-Krise zu dozieren, ob bei „Anne Will“ oder „Maischberger“. Das erklärte Ziel: Die junge Generation auf die gute, auf die grüne Seite ziehen ...
Doch nach der Europawahl gab es jetzt ein bitteres Erwachen für Klima-Schützerin Luisa Neubauer. Die junge Generation ist gar nicht so grün wie gedacht – sondern schwarz und blau. Und die Klima-Krise ist auch nicht ihre größte Sorge. Viel mehr Gedanken machen sich junge Leute über das Thema Migration.
Das Thema wurde am Dienstagmorgen auch im NIUS LIVE-Studio besprochen.
NIUS-Reporter Julius Böhm analysierte: „Diese Menschen wurden eingeladen, Luisa Neubauer jetzt mal stellvertretend, in Talkshows, sie haben in der Tagesschau gesprochen, auf der Bühne vor Zehntausenden Menschen. Journalisten sind da angesprungen. Da gab es große Interviews, relativ unkritisch.“
„Themen wie das Klima nicht mehr so wichtig, wenn es um die eigene Haut geht“
Aber das habe sich komplett gedreht und sei „abgeebbt“ in den letzten Jahren, stellte Böhm in diesem Zusammenhang fest. Das habe auch mit der Corona-Zeit, mit dem Krieg in der Ukraine zu tun. Das Thema Klima war einfach nicht mehr so gefragt bei der Anhängerschaft. Hier führte Böhm aus: „Junge Menschen merkten jetzt, es geht nicht immer nur bergauf in Deutschland. Es kann auch stagnieren oder schlechter für mich werden (…), und ganz schnell werden dann Themen wie Klima nicht mehr so wichtig, wenn es um die eigene Haut geht.“
Doch diesen Wandel bei der jungen Generation ignorierten ARD und ZDF einfach. Luisa Neubauer bekam trotzdem die gleiche Präsenz, so Böhm bei NIUS LIVE: „Dann spricht sie plötzlich über Demokratie, oder gegen rechts oder weiß der Geier was, aber eben nicht mehr über das Klima. Sie hat sich irgendwie, obwohl sie einfach nur Mitglied der Grünen ist, zu einer Instanz entwickelt.“
„Luisa Neubauer als Zugpferd nicht mehr empfehlenswert im Wahlkampf“
Auch NIUS-Reporterin Pauline Voss stellte bei NIUS LIVE fest, dass Luisa Neubauer den „Kampf gegen Rechts“ als neues „Steckenpferd“ für sich entdeckt habe. Voss ergänzte: „Man muss sagen, dieser gesamte ‚Gegen-Rechts-Wahlkampf‘ ist komplett gescheitert. Die Grünen haben herbe Verluste eingesteckt. Es liegt auch daran, dass man sich die ganze Zeit nur darüber qualifiziert hat, dass man den Gegner schlecht macht – es droht irgendwie ein neuer Faschismus, wenn die anderen gewinnen.“
Die Zeiten, um mit Luisa Neubauer als Aushängeschild in Wahlkämpfe zu gehen, seien ohnehin vorbei, resümierte Voss: „Luisa Neubauer halte ich als Zugpferd auch nicht mehr für so empfehlenswert im Wahlkampf. Es gibt sicher eine Schicht, die an den Grünen immer festhält, und die sich auch von Luisa Neubauer immer noch begeistern lässt. Aber massenkompatibel ist das nicht mehr.“
Falls Sie die Sendung verpasst haben – hier gibt es NIUS LIVE in voller Länge!
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