Bremer CDU-Chef plädiert für inhaltliche Zusammenarbeit mit AfD: Wenige Stunden später folgt der Rücktritt
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Das ging schnell: Nur wenige Stunden nachdem der Bremer CDU-Chef Carsten Meyer-Heder sich für eine inhaltliche Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen hat, ist er am Freitag von seinem Amt zurückgetreten.
„Da wo es inhaltlich richtige Punkte gibt, die die AfD auf kommunaler Ebene fördert, kann man ja nicht sagen: das ist Quatsch“, hatte Meyer-Heyer im Interview mit dem Magazin buten un binnen gesagt. Es gehe um die Inhalte. „Wenn wir Dinge bewegen wollen und wir sind dann einer Meinung mit der AfD, warum nicht?“, fragte der 62-Jährige. „Ich habe vor den Linken in der Bremer Bürgerschaft mehr Angst, als vor manchen Leuten in der AfD.“
Nun zeigt sich Meyer-Heder reumütig: Er habe in dem Interview Aussagen zur AfD gemacht, „die eine völlig andere Wirkung in der Öffentlichkeit erzeugen, als ich es beabsichtigt habe. Ich stand nie und stehe auch heute nicht im Verdacht, in der Nähe der AfD zu stehen. Insofern bedauere ich es sehr, dass meine Aussagen dahingehend verstanden wurden“, erklärte der CDU-Politiker und trat vom Landesvorsitz zurück.
Ursprünglich hatte Meyer-Heder geplant, auf dem Landesparteitag 2024 ohnehin nicht erneut für die Landesspitze zu kandidieren. Nun ist für ihn bereits acht Monate vorher Schluss. Yvonne Averwerser, stellvertretende CDU-Landesvorsitzende in Bremen, erklärte: „Im Namen des gesamten Landesvorstands möchte ich Carsten Meyer-Heder an dieser Stelle ausdrücklich für die wichtigen Impulse seiner Arbeit während der letzten Jahre danken. Er hat uns 2019 zur stärksten Kraft in Bremen geführt, er hat den Weg für eine paritätische Liste und mehr Diversität 2023 geöffnet und entscheidend daran mitgewirkt, dass wir unseren Weg zur modernen Großstadtpartei weitergehen. Wir haben mit vier Stellvertretern einen handlungsfähigen Vorstand, der die Geschäfte bis zum turnusgemäßen Wahlparteitag im Mai fortführt.“
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Björn Harms
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