Versprecher oder innere Wahrheit? Carsten Linnemann nennt Lars Klingbeil „SPD-Kanzler“
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Ein Versehen oder doch die innere Wahrheit zu den Machtverhältnissen in der Regierung Merz?
Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, hat auf dem Parteitag in Stuttgart SPD-Chef Lars Klingbeil in seiner Rede als „Kanzler“ bezeichnet.
Das Bemerkenswerte: Niemandem scheint es aufgefallen zu sein, weder den 1001 Delegierten im Plenarsaal noch Linnemann selbst. Böse Zungen würden behaupten, in der CDU sei hinlänglich bekannt, dass sich bei entscheidenden Fragen zwischen den Regierungsspitzen zumeist „der Lars“, wie Duz-Freund Friedrich Merz den SPD-Chef nennt, durchsetzt.
Beispiele sind da das 500-Milliarden-Euro-Schulden-Paket, das mehr als 120 Milliarden Euro teure Fortschreiben der Renten-Haltelinie über das Jahr 2031 hinaus, das gewaltige Abschleifen der „Bürgergeld-Reform“ oder das Nicht-Reaktivieren der Kernkraftwerke.
Linnemann hatte von einem historischen Zeitfenster gesprochen und das mit einer Allensbach-Umfrage verdeutlicht, wonach zwei Drittel der Deutschen sagen, dass es in Deutschland Veränderungen und Reformen beim Sozialstaat brauche. Und dann sagte Linnemann wörtlich: „Wir haben es mit einem SPD-Kanzler Lars Klingbeil zu tun, der klar und deutlich sagt: ,Der Status quo ist unser Gegner‘. Da kann ich nur sagen: Genau so ist es!“
Deshalb müsse die SPD gemeinsam mit der Union „zu Potte kommen“ und Strukturreformen in den sozialen Sicherungssystemen beginnen, so Linnemann weiter.
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