CDU will in Meppen für Vielfalt und Toleranz demonstrieren, wird aber von „Omas gegen Rechts“ ausgeladen
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Im niedersächsischen Meppen herrscht große Aufregung: Für Samstag rufen die „Omas gegen Rechts“ zur Bildung einer Menschenkette auf, um für „Demokratie, Vielfalt und Toleranz“ zu demonstrieren. Zahlreiche linke Vereine und die Kirche haben sich dem Aufruf angeschlossen.
Das wollte sich offenbar auch die örtliche CDU nicht entgehen lassen. Ihre Parteivertreter planten, sich am Samstag dem Protest auf der Straße anzuschließen. Doch nun schauen die Christdemokraten bedröppelt aus der Wäsche. Kurzerhand entfernten die Veranstalter nicht nur ihr Logo vom Flyer. Die „Omas gegen Rechts“ luden die CDU gleich ganz aus, an der Menschenkette teilzunehmen. Im „Kampf gegen Rechts“ sind die Christdemokraten nicht erwünscht.

Das linke Bündnis will sich vor dem Rathaus in Meppen treffen.
CDU begrüßt „Proteste gegen Rechts“
Ein Umdenken ist bei der lokalen CDU jedoch nicht erkennbar. Den Protest „gegen Rechts“ hält man weiterhin für ein wichtiges Zeichen. In einem traurigen Statement verkündete der Ortsverband am Mittwoch: „Die CDU in Meppen unterstützt alle Initiativen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz. Die geplante Menschenkette ‚Meppen Hand in Hand‘ der ‚Omas gegen Rechts‘ ist ein wichtiges Zeichen für eine offene Gesellschaft. Umso bedauerlicher ist es, dass uns die Veranstalterinnen mitgeteilt haben, unser CDU-Logo nachträglich von den Flyern zu entfernen und unsere Unterstützung abzulehnen. Begründet wurde dies mit einer Unvereinbarkeit der aktuellen Politik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit den Grundsätzen der Gruppe. Diese Entscheidung nehmen wir mit Bedauern zur Kenntnis.“

Auf diesem Plakat ist das Logo der CDU noch vorhanden – nun wurde es entfernt.
Zur Menschenkette der „Omas gegen Rechts“ rufen unter anderem die SPD, die Grünen, die Linke, Fridays for Future, die Gewerkschaft Verdi, der BUND, das Bündnis „Meppen gegen Rechts“ und die Kirche auf. Treffen will man sich um 11 Uhr vor dem alten Rathaus in Meppen.
In einem Aufruf für Samstag heißt es: „Wir dürfen nicht schweigen! Rechte Parteien und die, die sich ihnen anbiedern, führen uns nicht in ein besseres Leben, sondern in eins, in dem sich soziale Ungerechtigkeiten verstärken, Hass und Gewalt normal werden und Faschismus regiert. Wir stehen ein für Demokratie, Vielfalt, Menschenrechte und Toleranz. Eine Menschenkette vor unserem Rathaus soll das Zeichen dafür sein.“
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