CDU verteidigt Veronika Grimm: Wirtschaftsweise ist im „Fadenkreuz“, weil sie die Ampel kritisiert
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Der Zoff unter den fünf „Wirtschaftsweisen“ ist ein einmaliger Vorgang: Öffentlich und mit geleakten internen Mails versuchen vier Mitglieder das fünfte Mitglied, Prof. Veronika Grimm, offenbar loszuwerden. Von der Union bekommt die Ökonomin nun Rückendeckung – Fraktions-Geschäftsführer Thorsten Frei wittert eine Politisierung.
„Zu sehen, wie ausgerechnet die Wissenschaftlerin ins Fadenkreuz gerät, die sich kritisch zum Wirtschaftskurs der Ampel-Koalition äußert, ist bedrückend“, sagt CDU-Fraktions-Geschäftsführer Thorsten Frei zu NIUS. Und weiter: „Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass anerkannte Persönlichkeiten aussortiert werden, die den Finger in die Wunde legen.“ Dass der Streit den Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat, schade dem Ruf des Sachverständigenrates, ergänzte er.
„Da ist wohl zu viel Sachverstand lästig geworden“
Seine Parteikollegin Daniela Ludwig kommentiert sarkastisch: „Da ist wohl zu viel Sachverstand lästig geworden. In einem Sachverständigengremium.“

CDU-Fraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei
Auch FDP-Fraktionsvize Lukas Köhler kritisiert den öffentlichen Streit und den Umgang mit Veronika Grimm: „Ich kenne Veronika Grimm seit vielen Jahren als äußerst kompetente Wissenschaftlerin und Beraterin. Der Versuch, ihre Integrität öffentlich infrage zu stellen, ist wirklich extrem schlechter Stil, zumal alles transparent ist und gegen keine Regeln verstößt.“
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Julius Böhm
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