CDU-Wüst nennt AfD „Nazi-Partei“
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Ist das die Abgrenzung nach rechts, die die CDU wieder zu Erfolg und Kanzlerschaft bringen wird?
In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat Hendrik Wüst, Ministerpräsident von NRW und eventuell Kanzlerkandidat der CDU, klare Worte für die Alternative für Deutschland (AfD):
„Sie ist demokratiefeindlich und menschenverachtend. Herr Höcke, die entscheidende Person in dieser Partei, ist ein Nazi und deshalb sage ich: Die AfD ist eine Nazi-Partei“, erklärt der 48-Jährige.
Macht Wüst damit einen Alleingang in der Partei? Klar ist: Viele enttäuschte Konservative würden inzwischen bei der AfD ihr Kreuz setzen. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für Bild am Sonntag steht die AfD bei 22 Prozent. Damit wäre sie zweitstärkste Kraft hinter der Union (27 Prozent).

„All jene Staaten müssen endlich zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden, die es in Wahrheit auch sind“, sagte Wüst zur FAZ.
Für Wüst ist klar: Wer AfD wählt, hat das demokratische Spektrum verlassen. „Nicht nur bisherige Nichtwähler bekennen sich in Umfragen zur AfD, sondern auch Wähler, die bei den letzten Wahlen noch demokratisch gewählt haben“, sagt er im FAZ-Interview. Diese Aussage trifft Wüst, obwohl die AfD, alleine durch die Zulassung zu Wahlen, doch schon per se demokratisch legitimiert ist.
Trotz der harten Worte findet er eine Zusammenarbeit seiner Partei mit der AfD für angemessen (wie im Übrigen zwei Drittel der Deutschen): „So entschieden ich bei der Ablehnung der AfD bin, so entschieden bin ich auch der Meinung, dass allein die avisierte Zustimmung der AfD zu einem CDU-Antrag nicht dazu führen kann, dass die CDU nicht mehr die richtige Politik macht.“
Übrigens: Zum Glück gibt es keine Nazis mehr in Deutschland – und wenn, dann im Altenheim. Wer die AfD Nazis nennt, verharmlost die NS-Zeit. Gemeint hat Wüst wahrscheinlich „Neonazis“.
Lesen Sie auch den Kommentar von unserem Politik-Chef Ralf Schuler: Wie Wüst den Richtungskampf in der AfD anzettelt
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Philippe Fischer
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