Regierung fördert erfundenes Nazi-Zitat mit 101.000 Euro Steuergeld
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Im Rahmen des Deutschen Verlagspreises prämiert Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eine Vielzahl linker bis linksextremer Verlage mit Hunderttausenden Euro Steuergeld. Einer der von ihm geförderten Verlage musste kürzlich ein Buch zurückrufen. Der Grund: Autor und Verlag hatten ein Nazi-Zitat erfunden, um gegen einen rechten Politiker zu wettern. Die Bundesregierung förderte den Verlag schon mit 101.000 Euro Steuergeld. Der Kontext der Lüge ist besonders brisant.
Es war ein wenig wie in Brunelleschis berühmtem Experiment zur Zentralperspektive. Auch für den Theater-Regisseur und Intendanten der Wiener Festwochen, Milo Rau, hatte sich die Realität verdoppelt, nur spiegelverkehrt. Normalerweise inszeniert der Theater-Mann nämlich selbst Gerichtsprozesse, nur dass er darin in der Regel Kläger und nicht Angeklagter ist.
Der Regisseur musste sich vor Gericht verantworten, weil er in dem Buch „Widerstand hat keine Form, Widerstand ist die Form“ dem ehemaligen FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache fälschlicherweise ein Zitat in den Mund gelegt hatte. Erschienen ist das Buch im Mai dieses Jahres beim linksradikalen und Antifa-nahen Berliner „Verbrecher Verlag“. Den prämiert Kulturstaatsminister Weimer im Rahmen des Deutschen Verlagspreis dieses Jahr mit 18.000 Euro Steuergeld. Seit 2019 erhielt der Verlag von der Regierung durch den Preis bereits 101.000 Euro an Steuergeldern.

Der Intendant Milo Rau tut sich schwer damit, was Realität und was Fiktion ist.
Autor erfand Nazi-Zitat
Milo Rau behauptete in dem Buch, Strache hätte das vermeintliche SS-Lied „Wir schaffen die siebte Million“ gesungen. Das Problem: Strache hat mit der fragwürdigen Burschenschaft, die ein Lied mit solcher Zeile gesungen haben soll, nichts zu tun. Und: Ein SS-Lied mit solchem Titel ist überhaupt nicht bekannt. Der Autor Milo Rau hatte das Lied erfunden.
Am 12. September erschien deshalb nun ein reumütiger Widerruf auf der Website des „Verbrecher Verlags“. Darin heißt es: Die Behauptung „widerrufen wir als unwahr. Wir entschuldigen uns für diese falsche Behauptung.“ Das Buch des Regisseurs habe man zurückgerufen. Man fordere dazu auf, „Exemplare des Buches aus dem Handel zu nehmen und an den Verlag zu remittieren oder zu vernichten“. Unterschrieben ist der Text von den beiden Verlegern und Chefs des Verlags, Kristine Listau und Jörg Sundermeier.

Der „Verbrecher Verlag“ gibt das Buch „Widerstand hat keine Form, Widerstand ist die Form“ nun schon zum zweiten Mal heraus.
Der antideutsche „Verbrecher Verlag“ muss nun Schadensersatz und Verfahrenskosten zahlen. Der ideelle Schadensersatz beträgt 1.500 Euro. Die Verfahrenskosten dürften noch einmal deutlich höher liegen. Zudem behält sich Strache weitere Klagen vor, wie er ankündigte.
Allgemeinheit zahlt für linke Lüge
Die Kosten für den Verlag sind in Anbetracht seiner Förderung durch die Bundesregierung brisant. Indirekt muss nun der Steuerzahler und damit die Allgemeinheit dafür aufkommen, dass Milo Rau und der „Verbrecher Verlag“ SS-Lieder erfinden, um ihr rechtes Feindbild bestätigt zu sehen.
Interessant ist auch, in welchem Kontext der Theater-Intendant Milo Rau das vermeintliche SS-Zitat erfand und Strache in den Mund legte. „Was ist aus einer Zeit – unserer – zu lernen“, fragte er pathetisch in der dem Buch zugrunde liegenden Rede, „in der ein Angehöriger der größten österreichischen Partei, der FPÖ, ein Mann namens H.-C. Strache, morgens das Lied ‚Wir schaffen die siebte Million‘ singt und nachmittags die Gedenkstätte Yad Vashem besucht, wo der Toten des Holocaust gedacht wird?“

Jörg Sundermeier ist der Chef des „Verbrecher Verlags“ (Quelle: Wikipedia).
Linke Selbstleugnung
Milo Rau wollte mit dem erfundenen Zitat andeuten, dass Rechte auch heute noch immer die alten Antisemiten seien, selbst wenn sie sich vermeintlich pro-israelisch positionieren. In einer Zeit, in der Linke und Islamisten weltweit die Öffentlichkeit mit Judenhass und Gewaltpropaganda fluten, wirkt die Aussage wie ein Abstreiten der eigenen Verantwortung. Sie wirkt wie der Versuch, den linken und vom eigenen Lager importierten Antisemitismus irgendwie noch auf Rechte auszulagern, um am eigenen Weltbild festhalten zu können. Genau hierbei ist Milo Rau nun beim Lügen erwischt worden.
Das Experiment des Florentiners Brunelleschi, das dieser zur Zentralperspektive machte und das zu kompliziert ist, um es hier zu erklären, war eines der liebsten Beispiele des Psychoanalytikers Jacques Lacan, mittels dem er seine Therapie erklärte. Der Patient, so die Quintessenz, schiebt zwischen sich und die Realität mittels Kunst einen Schirm. Der Theater-Regisseur Milo Rau hat – nachdem er und der „Verbrecher Verlag“ den Lügensatz aus den letzten verbliebenen Exemplaren ihres Nazi-Lügen-Buchs herausgeschnitten hatten – ein Foto von sich machen lassen, wie er durch die löcherige Seite des gelogenen Buches blickt. Wie ein Schild hält er die Buchseite vor sich hin. Und da, wo der falsche Satz stand, sieht man nun die Augen des Autors, der Rest seines Gesichts verschwindet dahinter.

Milo Rau blickt durch das Loch in seinem Buch – und verschwindet dahinter.
Im Rahmen des Deutschen Verlagspreises fördert Wolfram Weimer dieses Jahr zahlreiche linke und sogar linksextreme Verlage mit Hunderttausenden Euro Steuergeld. Einer der prämierten Verlage veröffentlichte schon eine Anleitung zum Linksterrorismus. Der „Verbrecher Verlag“ verlegte ein Buch einer Antifa-Gruppe, die seit über 14 Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Dieser stuft die Gruppe als linksextremistisch ein und rechnet sie der Dresdner autonomen Szene zu.
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Jens Winter
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