Ex-SPD-Landrat Stefan Kerth: „Die Brandmauer macht jeden Kurswechsel unmöglich“
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Stefan Kerth (52) ist Landrat von Vorpommern-Rügen – und wurde trotz Austritt aus der SPD wiedergewählt. Sein Grund für die Trennung: Die vollkommene Entkoppelung der SPD. Bei den großen Themen unserer Zeit regiert und agiert die SPD komplett am Volk vorbei, erklärte Kerth damals im Gespräch mit „Schuler! Fragen, was ist“.
Heute sagt der Landrat: Die Brandmauer schadet mehr als sie nutzt!
In einem Youtube-Video erklärt Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern: „Gegen die Brandmauer spricht zunächst erstmal, dass sie ihr Ziel komplett verfehlt hat. Sie sollte die Demokratie retten, indem sie mahnt und Extremisten von den Schalthebeln der Macht fernhält. Die Wahlerfolge der AfD zeigen aber, dass man den Mahnern immer weniger glaubt.“
„Schwindende Chancen für die nächste Generation“
„Mich treibt die Sorge um, dass wir tagtäglich Boden verlieren. Mit jeder weiteren unkontrollierten Einbürgerung, mit jedem politischen Stillstand, mit der weitergehenden Wirtschaftskrise schwinden Chancen für die nächste Generation. Deutschland war zum Beispiel einmal ein Land, das weltweit für sozialen Frieden und Sicherheit auf den Straßen bewundert wurde. Sichere Abendspaziergänge in Großstädten sind aber bei der, auch durch Migration verursachten, Sicherheitslage nicht immer durchgehend möglich. Auch der Sozialstaat, den werden meine Kinder nicht mehr kennenlernen. Der ist so nicht mehr finanzierbar“, sagt Kerth gegenüber The Pioneer, welche ihn zu den Beweggründen zum Video befragten.
Der Lokalpolitiker sehe das Fundament des gesellschaftlichen Friedens bröckeln. „Zehn Jahre nach den großen Zuwanderungswellen hat sich politisch kaum etwas geändert – keine Lernkurve, keine Strategie. Diese ganzen Videos und Ansprachen zu zehn Jahren ‚Wir schaffen das‘ haben mich verärgert und fassungslos gemacht.“
„Schöngerede der Migrationspolitik geht einfach weiter“
Kerth fordert auch einen anderen Umgang mit der AfD: „Ich halte die Brandmauer für nicht mehr zeitgemäß. Erstens: Das systematische Schöngerede der Migrationspolitik geht einfach weiter. Die CDU will mehr machen, härter sein, aber mit der politischen Linken an ihrer Seite geht einfach nicht mehr. Die Brandmauer macht jeden Kurswechsel unmöglich. Und das muss enden. Genau deswegen zerstört die Brandmauer die Demokratie, statt sie zu retten. Die CDU muss sich vom Verhinderungsmonopol der linken Parteien befreien.“
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