Exklusiv: Die absolute Mehrheit im Land hält die Bürgergeld-Erhöhung für falsch
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Mehr als die Hälfte der Deutschen hält die im Januar erfolgte Erhöhung des Bürgergelds für falsch.
Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA bewerten 51 Prozent die letzte Erhöhung des Bürgergelds um zwölf Prozent als „nicht angemessen“ oder „eher nicht angemessen“. 36 Prozent finden dies hingegen „angemessen“ oder „eher angemessen“. 11 Prozent wissen auf die Frage keine Antwort zu geben und 2 Prozent machten keine Angabe.

Zum 1. Januar 2024 hatte sich das Bürgergeld deutlich erhöht. Alleinstehende erhalten seitdem 563 Euro im Monat. Das sind 61 Euro mehr als zuvor. Paare in einer Bedarfsgemeinschaft bekommen jeweils 506 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 55 Euro. Die Regelsätze werden an die Inflation angepasst und jährlich vom Statistischen Bundesamt berechnet.
Nur Grünen- und SPD-Wähler finden die Höhe des Bürgergeldes angemessen
Interessant ist auch die Aufschlüsselung der Antworten nach Wählerpräferenz. Anhänger der Grünen (60 Prozent) und der SPD (51 Prozent) bewerten die im Januar erfolgte Bürgergelderhöhung mehrheitlich als angemessen, wohingegen Wähler der FDP (48 Prozent), des BSW (50 Prozent), der Union (60 Prozent), der AfD (68 Prozent) sowie der Freien Wähler (75 Prozent) diese Entscheidung mehrheitlich ablehnen. Die Anhänger der Linkspartei sind diesbezüglich gespalten (47 Prozent nicht angemessen, 46 Prozent angemessen).

Vor allem Besserverdiener halten die Erhöhung für nicht angemessen. Während nur 31 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro den Anstieg des Beitrags für unangemessen halten, sind es bei Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 4.000 Euro rund 60 Prozent.
In Auftrag gegeben hatte die INSA-Umfrage die AfD-Bundestagsfraktion unter Federführung des Arbeitskreises für Arbeit und Soziales. 2.004 Personen aus Deutschland ab 18 Jahren nahmen Anfang März an der Befragung teil. Das Meinungsbild sei eindeutig, meint der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, René Springer. Das Bürgergeld habe in dieser Form „keinen Rückhalt in der Bevölkerung“.
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