Familie mit zwei Kindern: Wer 5000 Euro brutto verdient, hat am Ende WENIGER Geld, als wenn er 4000 Euro verdient
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Wer mehr arbeitet, sollte am Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung haben. Dieses simple Prinzip würde wohl jeder mit einem Hauch Gerechtigkeitssinn unterstützen. Und doch gilt es im Deutschland des Jahres 2024 nicht mehr. Denn das Zusammenspiel von Steuerbelastung und Sozialleistungen führt dazu, dass Familien unter bestimmten Voraussetzungen bei MEHR Arbeit WENIGER Einkommen zur Verfügung haben.
Es ist eine Rechnung, die sprachlos macht!
Erstellt hat sie das Ifo-Institut für das Handelsblatt und ihr Ergebnis ist vernichtend für alle, die daran geglaubt haben, Leistung würde sich in Deutschland noch lohnen. Denn die Rechnung macht klar: Steuersystem und Sozialleistungen sind nur mangelhaft aufeinander abgestimmt.
Unglaublich: weniger Einkommen bei mehr Lohn
So wird in besagtem Beispiel ein Doppelverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern im Alter von fünf und neun Jahren angenommen. Beide Elternteile arbeiten Vollzeit und verdienen gleich viel, nämlich jeweils 2000 Euro brutto im Monat.

Bei angenommenen Miet- und Heizkosten von 1235 Euro kommen sie laut Ifo-Rechnung auf ein verfügbares Nettoeinkommen von 2686 Euro.
Steigern die beiden nun ihr gemeinsames Einkommen durch Lohnerhöhungen auf insgesamt 5000 Euro brutto, sinkt das Nettoeinkommen der beiden um 43 Euro auf 2643. Denn ein höheres Einkommen führt zu einer höheren Steuerlast und gleichzeitig zu einer Reduktion von staatlichen Leistungen wie Wohngeld, Kinderzuschlag und Bürgergeld.
Erst ab einem gemeinsamen Brutto-Einkommen von 6000 Euro haben die Arbeiter mit etwa 3000 Euro verfügbarem Einkommen wieder spürbar mehr in der Familienkasse.
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