Festival der Ankündigungen in Dubai: Die KlimaSCHMUTZkonferenz!
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Sie heißt Weltklimaschutzkonferenz, ist in Wahrheit aber eine KlimaSCHMUTZkonferenz!
NIUS erklärt, warum:
Das sogenannte Pariser Klimaabkommen wurde 2015 unterzeichnet. 195 Staaten schrieben sich auf die Fahnen, die Erderwärmung auf „deutlich unter 2 Grad Celsius“ über dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, sich zu bemühen, möglichst 1,5 Grad zu erreichen und den Klimaschutz jetzt mal so richtig anzugehen.
Festival der Ankündigungen
Doch den großen Ankündigungen folgten nicht im selben Maße Taten: Acht Jahre sind seither vergangen: Der weltweite Verbrauch von Erdgas hat seither um mehr als 13 Prozent zugelegt, der Verbrauch von Öl um 4 Prozent und der Verbrauch von Kohle hat seitdem um knapp 3 Prozent zugelegt. Der weltweite CO2-Ausstoß steigt – mit Ausnahme einer Corona-Delle – Jahr für Jahr: um 4,5 Prozent seit Unterzeichnung des Abkommens.

Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel bei der Weltklimakonferenz COP21 im Jahr 2021 in Paris.
Das liegt auch daran, weil der weltweit größte Emittent China (fast ein Drittel des weltweiten Austoßes) nicht aufhört, mehr und mehr Kohlenstoff in die Luft zu pusten: Zwar wird immer wieder betont, wie viel Geld die Chinesen in erneuerbare Energien investieren, vergessen wird dabei aber gerne, dass parallel dazu jede Woche zwei neue Kohlekraftwerke genehmigt werden, die den explodierenden Energiehunger der mehr als 1,3 Milliarden Bürger stillen sollen. Deshalb sind die chinesischen Emissionen in den vergangenen Jahren auch von 9,87 auf 12,5 Gigatonnen um 26 Prozent gestiegen.
Während Deutschland große, Milliarden-schwere Anstrengungen für den Klimaschutz betreibt, machen weite Teile der Welt trotz all der Verträge und Ankündigungen nicht im selben Maße mit. Statt auf „im Idealfall 1,5 Grad“ steuert die Welt daher eher auf 3 Grad Erwärmung zu.
Festival der Öl-Staaten
Die ölreichen Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind Gastgeber der Klimakonferenz – nicht als Provokation, sondern weil der arabische Raum turnusgemäß an der Reihe ist. Zwar wollen die Emirate bis 2060 klimaneutral sein, Stand jetzt ist aber: nahezu alles im Land wird mit fossilen Brennstoffen betrieben. Der CO2-Ausstoß hat sich seit 1990 beinahe verdreifacht. Zum Vergleich: In Deutschland ist der CO2-Ausstoß seitdem um 40 Prozent zurückgegangen.
Zu allem Überfluss verkaufen die Vereinigten Arabischen Emirate auch noch Öl im Wert von knapp 100 Milliarden US-Dollar in die Welt und finanzieren damit zu großen Teilen den Staat. Ausgerechnet der CEO des staatlichen Öl-Konzerns „Adnoc“ ist auch Gastgeber der Weltklimakonferenz: Sultan al-Jaber, Präsident des COP28.

Sultan al-Jaber, Präsident des COP28, spricht während einer Plenarsitzung auf dem UN-Klimagipfel COP28.
Greenpeace kritisierte, dass der Bock zum Gärtner gemacht wurden sei und fürchtet Einflussnahme – offenbar nicht ganz unbegründet.
Denn es wurde bekannt, dass neben all den öffentlichen Klima-Runden auch mit 15 Ländern über Geschäfte rund um fossile Brennstoffe gesprochen werden soll. Das berichtet die britische BBC und beruft sich dabei auf enthüllte Briefing-Dokumente. Auch mit Vertretern aus Deutschland soll das staatliche Ölunternehmen „Adnoc“ in Kontakt treten. Mit China etwa solle evaluiert werden, wie Flüssiggas-Projekte in Mosambik, Kanada und Australien umgesetzt werden könnten.
Festival der Privatjets
Die Weltklimakonferenz ist ein politisches Happening der Scheinheiligkeit: Mehr als 70.000 Regierungsvertreter und -mitarbeiter reisen nach Dubai, um das Klima zu retten. Es geistert die Zahl von „nur“ 30.000 Menschen, die mit dem Flugzeug anreisen würden – ohne jedoch zu klären, wie die restlichen 40.000 Menschen in den Wüstenstaat kommen sollen. Die 250-köpfige deutsche Delegation fliegt jedenfalls, das ist bekannt.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist inzwischen in Richtung Dubai gestartet – dort erwartet ihn eine 250-köpfige Delegation aus Deutschland.
Deshalb und wegen all der anderen Teilnehmer aus aller Welt ist der dortige Flughafen aktuell auch der wohl größte Privatjet-Parkplatz der Welt – wie in jedem Jahr übrigens.
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