Finanzministerium mahnt: Die Kindergrundsicherung könnte noch teurer werden
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Die geplante Kindergrundsicherung von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) könnte noch teurer werden. Das geht aus einer Berechnung des Bundesfinanzministeriums hervor, über die Media Pioneer zuerst berichtete. Hintergrund der Berechnung sind Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, aus denen beim Start der Kindergrundsicherung einen Stellenbedarf von 5355 hervorgeht.
Das Bundesfinanzministerium hat diese Stellen nun anhand der von Paus erwarteten Zunahme von anspruchsberechtigten Kindern für die kommenden Jahre hochgerechnet und dabei einen aufwachsenden Stellenbedarf ermittelt: So ergibt sich im zweiten Jahr etwa ein Bedarf von 6700 neuen Stellen im Öffentlichen Dienst, im dritten Jahr werden 7900 neue Posten benötigt und im vierten Jahr 9000 Stellen für die Verwaltung der Kindergrundsicherung. Die von Paus im Gesetzentwurf veranschlagten rund 400 Millionen Euro Kosten für Personalbedarf steigen so auf etwa 800 Millionen, schreibt das Finanzministerium.

Die Kosten für den Personalbedarf für die Kindergrundsicherung steigen in den nächsten Jahren auf etwa 800 Millionen Euro.
Paus selbst hatte das Projekt unter anderem damit begründet, dass viele anspruchsberechtigte Kinder und Familien derzeit Gelder nicht abrufen, die ihnen zustehen, weil die Beantragung zu umständlich und kompliziert sei und zudem unterschiedliche Ämter dafür zuständig seien. Wenn dieser Missstand durch die neue Kindergrundsicherung behoben wird, ergeben sich daraus folgerichtig mehr Bezieher der Leistungen. Mit der Kindergrundsicherung sollen zum Beispiel staatliche Zuschüsse für sozial schwache Familien aus dem sogenannten Teilhabe-Paket, dem Kindergeld und anderen Leistungen für Kinder zusammengefasst werden.
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Ralf Schuler
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