Große Familien-Umfrage: So unbekannt ist die Familienministerin
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Lisa wer? Eine deutliche Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) beklagt, dass die Familie in der deutschen Politik aktuell nicht genügend anerkannt wird. Nur 29 Prozent sehen eine genügende Anerkennung. Das geht aus einer repräsentativen INSA-Umfrage hervor (2006 Teilnehmer).
Kein Wunder, dass die zuständige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus (Grüne), durchweg schlechte Noten für ihren Job bekommt. Nur 22 Prozent finden, dass Lisa Paus eine (eher) gute Arbeit leistet. 38 Prozent bewerten ihre Arbeit als (eher) schlecht. Besonders dramatisch: 27 Prozent kennen Lisa Paus gar nicht und können sich auch kein Bild über ihre Arbeit machen.
Lisa Paus leistet keine gute Arbeit
Von den 60 Prozent der Befragten, die die Arbeit der Familienministerin einschätzen können, finden fast zwei Drittel (64 Prozent), dass sie keine gute Arbeit leistet. Die Stärkung der Familie ist entscheidend für die Zukunft eines Landes. Sie verdient Priorität.
Die Vereinten Nationen haben den 15. Mai zum Internationalen Tag der Familie erklärt. 87 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ihre Familie wichtig ist. Befragte mit Kindern (95 Prozent) bejahen die Frage nach der Wichtigkeit der Familie noch häufiger als Befragte ohne Kinder (78 Prozent).
Drei von vier Befragten (76 Prozent) geben an, dass Familie sich positiv auf ihr Glücksempfinden auswirkt. Bei Befragten mit Kindern bestätigen das sogar 87 Prozent. Und Familien geben Halt in Krisenzeiten. In Krisenzeiten würden sich 60 Prozent am ehesten an die Familie wenden. Zum Vergleich: Freunde (39 Prozent), Beratungsstellen (16 Prozent), soziale Einrichtungen (zwölf Prozent) oder Kirchen und Arbeitgeber (jeweils sechs Prozent) werden deutlich seltener genannt.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne)
Vater, Mutter, Kind: klassische Familie bevorzugt
Die klassische Familie aus Vater, Mutter und Kindern favorisiert die Mehrheit als optimale Lebensform der Familie mit Kindern. Ganze 86 Prozent aller Befragten finden es eher (33 Prozent) oder sogar sehr wünschenswert (53 Prozent), dass Kinder sowohl mit Vater als auch mit Mutter in einem Haushalt leben. Nur 5 Prozent der Befragten hält das für keine wünschenswerte Lebenskonstellation mit Kindern. Menschen mit einem religiösen Glauben favorisieren die klassische Familie deutlich häufiger (im Schnitt 90 Prozent bei allen christlichen und auch islamischen Glaubensgemeinschaften) als Konfessionslose, die diese Ansicht nur zu 72 Prozent teilen.
Familie hilft auch gegen Einsamkeit: Jeder dritte Befragte ohne Kinder (32 Prozent) fühlt sich einsam, aber nur jeder vierte Befragte mit Kindern (24 Prozent). Das Gefühl von Einsamkeit scheint mit dem Alter zu sinken: Vier von zehn unter 30-Jährigen (39 Prozent) fühlen sich häufiger einsam, aber nur jeder Fünfte über 60-Jährige (19 bzw. 21 Prozent).
Interessant: Von den Befragten, die keine Kinder haben, hätten 41 Prozent gerne welche gehabt. Fast jeder zweite unter 40-Jährige (46 bis 48 Prozent), der (noch) keine Kinder hat, hätte gerne welche. Und es gibt auch eine Botschaft, wie sich die Mehrheit der Befragten Familie vorstellt: 86 Prozent halten es für wünschenswert für die Entwicklung von Kindern, wenn diese mit Mutter und Vater in einem Haushalt aufwachsen.
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Ralf Schuler
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