Weil der Bundestag die Pride-Flagge künftig nicht hissen will: Grüne erscheinen aus Protest in Regenbogenfarben
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Kindergarten im Deutschen Bundestag!
Die Grünen-Fraktion hat ihre Kleiderwahl am Donnerstag farblich so abgestimmt, dass alle Mitglieder in den Farben der Regenbogenflagge kamen. Die Abgeordneten positionierten sich im Plenarsaal so, dass sie gemeinsam eine Pride-Flagge darstellten.
Die Aktion war eine Reaktion auf die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), die die Teilnahme von Mitarbeitern der Bundestagsverwaltung am Berliner Christopher Street Day (CSD) und das Hissen der Regenbogenflagge am Reichstagsgebäude während des CSD untersagt hatte.

Misbah Khan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen
Misbah Khan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, erklärte in einem Schreiben an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner: „Die Gewalt richtet sich gezielt gegen queere Menschen, die eingeschüchtert und an der Ausübung ihrer Grundrechte gehindert werden sollen. Wir zeigen heute Flagge für Freiheit und Sicherheit queerer Menschen.“
Die Aktion begleitete einen Antrag der Grünen-Fraktion, der Maßnahmen gegen „queerfeindliche Hasskriminalität“ fordert. Darin heißt es: „Die rechtsextremistisch motivierten Bedrohungen queerer Menschen verfolgten das Ziel, eine ganze Bevölkerungsgruppe einzuschüchtern, queere Menschen wieder in die Unsichtbarkeit zu treiben und sie an der Wahrnehmung ihrer Grundrechte zu hindern.“
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