Grüne verlegt Veranstaltung wegen Bauern-Protesten – Landwirte kommen hinterher
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Weil Bauern Proteste ankündigten, verlegte die Grüne Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger kurzfristig den Veranstaltungsort für ihre Rede. Doch die Bauern zogen an den neuen Veranstaltungsort nach.
Sie wollte den Bauern aus dem Weg gehen – und musste sich am Ende doch ihrer Kritik stellen.
Die Grüne Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger hatte ursprünglich geplant, ihre Rede „Wie wir in einer unfriedlichen Welt gemeinsam Freiheit, Sicherheit und Menschenrechte verteidigen können“ in einem Medizintechnikunternehmen in Tuttlingen zu halten.
Doch Bauern kündigten Proteste an, wollten mit 150 Traktoren vorfahren. Die Politikerin verlegte den Veranstaltungsort – wohl, um einer Konfrontation mit den Landwirten aus dem Weg zu gehen, wie die Schwäbische Zeitung berichtet.
Erst vor zwei Wochen war Brugger in ihrem eigenen Wahlkreis Ravensburg bei einer Rede auf einer Bauern-Demo ausgepfiffen und ausgebuht worden.

Agnieszka Brugger sitzt seit 15 Jahren für die Grünen im Bundestag.
Ulrich Diener, Landwirt und CDU-Stadtrat, der zuletzt Bauern-Demos in Tuttlingen organisierte, sagte der Schwäbischen Zeitung: „Wir wissen, dass wir die Welt nicht in ein paar Wochen umkehren können, aber da passiert gar nix.“
Es gehe den Bauern und Handwerkern um grundlegende Änderungen in politischen Vorgaben für ihre Betriebe. Bislang höre er dazu aus Berlin nur leere Versprechungen und Arroganz. Es gehe um mehr Gesprächsbereitschaft von Seiten der Politik.
Fluchtversuch blieb erfolglos
Am Ende blieb Bruggers Fluchtversuch ohne Erfolg. Wie das Lokalblatt berichtet, fingen die Landwirte und Handwerker die Bundestagsabgeordnete auch vor dem neuen Veranstaltungsort ab, um mit ihr zu sprechen. Brugger kündigte hinterher an, sie wolle „die Anregungen mit nach Berlin nehmen“. Und: „Es ist wirklich notwendig, dass man sich mal an einen Tisch setzt“.
Bleibt abzuwarten, ob diesmal mehr dran ist als die kritisierten „leeren Versprechungen und Arroganz“.
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