Grünen-Politiker will Ausländerbehörde in „Welcome Center“ umbenennen
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- In drei Wochen wählt Bayern einen neuen Landtag.
- Markus Söder (CSU) und Ludwig Hartmann (Grüne) diskutieren vorab im Münchner Merkur über Integration und Grenzen.
- Hartmann spricht sich dafür aus, Ausländerbehörden in „Welcome Center“ umzubenennen.
Anfang Oktober wählen die Bayern einen neuen Landtag. Bei einem Duell-Gespräch kurz vor der Landtagswahl in Bayern zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und dem Grünen Oppositionsführer, Ludwig Hartmann, hat sich dieser für eine Umbenennung der Ausländerbehörden ausgesprochen.

Ludwig Hartmann möchte Ausländerbehörden in „Welcome Center“ umbenennen.
Hauptthemen des Gesprächs mit dem Münchner Merkur waren der Schutz der Grenzen und Migration. Grünen-Politiker Hartmann: „Ich möchte, dass wir die europäischen Außengrenzen besser schützen. Ein Europa ohne Schlagbäume ist ein verdammt hohes Gut, das auch unserer Wirtschaft zugute kommt.“
Und weiter: Bayern habe leider in einem Punkt gewaltigen Nachholbedarf: bei der Integration. „Sobald jemand erstmalig zur Ausländerbehörde kommt, die ich gern in „Welcome Center“ umbenennen möchte, muss er sofort eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen“, so Hartmann.

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern. Laut BR-Bayern-Trend käme die CSU aktuell auf 36 Prozent der Wählerstimmen.
Der amtierende Ministerpräsident des Freistaates, Söder konterte: Für ihn seien die niedrige Arbeitslosigkeit und Kriminalitätsrate im Freistaat ein Zeichen für gelungene Integration. Für ihn sind der Schutz der EU-Außengrenzen sowie die Grenzpolizei in Bayern weiter notwendig.
Er warf der Öko-Partei vor, im Bund und der EU die Sicherheit und die Kontrolle der Zuwanderung zu blockieren und stattdessen eine missionarische Außenpolitik zu betreiben. „Statt mit anderen Ländern wirksame Rücknahmeabkommen von kriminellen Straftätern zu verhandeln, reist Außenministerin Baerbock in die Mongolei und wirbt für eine feministische Außenpolitik. Die Grünen sollten besser Deutschland schützen, anstatt die Welt missionieren zu wollen“, so Söder.

Briefwahlunterlagen für die Landtags- und Bezirkswahlen 2023 in Bayern liegen auf einem Tisch. Am 8.10.2023 findet die Wahl zum Bayerischen Landtag statt.
Laut Bayern-Trend des Bayerischen Rundfunks (BR) würde die CSU bei der Landtagswahl als stärkste Kraft hervorgehen. Sie käme auf 36 Prozent der Stimmen. Die Grünen würden 15 Prozent, Freie Wähler 17 Prozent dekommen. Die AfD käme demnach auf 13 Prozent und läge vier Prozentpunkte vor der SPD (neun Prozent). Die FDP wäre mit lediglich drei Prozentpunkten nicht im Landtag vertreten.
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