Habeck macht Gas jetzt schon teurer, um die Bürger vor bald noch höheren Preisen zu „schützen“
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Es ist in Deutschland politisch gewollt, dass Gas-Heizungen ebenso wie Öl-Heizungen in Deutschland ein Auslaufmodell sind.
Das sogenannte Heizungsgesetz des grünen Wirtschaftsministers Robert Habeck besagt, dass ab 2045, in manchen Regionen auch früher, Gas-Heizungen quasi verschwinden werden – und mit ihnen weite Teile des Gas-Netzes.
Daraus resultiert ein logisches Problem: Wenn immer mehr Menschen – ob aus freien Stücken oder infolge gesetzlichen Zwangs – von der immer noch beliebten Gas-Heizung auf andere Systeme umsteigen, müssen weniger Menschen die Kosten für den Betrieb des Gas-Netzes stemmen. Und das treibt die Kosten pro Haushalt gewaltig in die Höhe. Ende der 30er Jahre könnten sehr wenige Gas-Kunden horrende Gebühren zahlen müssen, um den Betrieb des Netzes, Wartungen und Reparaturen zu finanzieren.
Kostenerhöhung von bis zu 40 Prozent
Habecks Bundesnetzagentur will nun die Gasnetz-Kosten bereits ab 2025 um bis zu 40 Prozent in die Höhe treiben, um die Bürger vor später noch höheren Preisanstiegen zu „schützen“.

Klaus Müller (Grüne) ist Chef der Bundesnetzagentur.
Das berichtet das Handelsblatt und stützt sich auf eine Berechnung der Rechtsberatung Rödl & Partner. Die Bundesnetzagentur geht von einem Preissprung von 20 Prozent aus.
Der Gedanke: Lieber jetzt das Heizen mit Gas teurer machen (und so auch noch Menschen zum Umstieg auf die Wärmepumpe nötigen), statt in 10 oder 20 Jahren die letzten Gas-Kunden die gesamte Zeche zahlen zu lassen.
Netzentgelte werden „regulatorisch flankiert“
„Festlegungsverfahren zur Anpassung von kalkulatorischen Nutzungsdauern und Abschreibungsmodalitäten von Erdgasleitungsinfrastrukturen (KANU 2.0)“, heißt das sperrige politische Instrument, mit dem die Bundesnetzagentur die Netzentgelte für Gas-Kunden „regulatorisch flankieren“ will. Eine Formulierung, die übersetzt bedeutet: Es ist politisch gewollt, das jetzt schon teurer zu machen.
Wörtlich heißt es: „Insoweit reicht das geltende, auf den Fortbestand der Gas-Netze ausgerichtete Regulierungssystem nicht aus. Auf Seiten der Netznutzer soll demgegenüber zugleich sichergestellt werden, dass diese am Ende des Gasnetztransformationsprozesses nicht mit zu hohen und vermeidbaren Entgeltsprüngen belastet werden.“

Die Netzentgelte für Gas dürften schon bald kräftig steigen.
Die Bundesnetzagentur will das Kostenrisiko der Netzbetreiber durch den politisch gewollten Gas-Ausstieg (Stichwort: „Wärmewende“) vorab auf die Gas-Kunden übertragen. Dafür sollen Netzbetreiber ihre Gas-Netze schneller und an den Ausstieg angepasst abschreiben und die Kosten an die Gas-Kunden weitergeben dürfen.
Daraus macht die Bundesnetzagentur auch keinen Hehl: „Schnellere Abschreibungen gehen allerdings grundsätzlich mit höheren Entgelten einher, wobei die konkreten Ausprägungen jeweils stark von der regionalen Umsetzung der Wärmewende abhängen werden. Bei den von der Bundesnetzagentur vorgeschlagenen Modellen ist jedoch von einem moderaten Entgeltanstieg auszugehen“, heißt es wörtlich.
Wie erwähnt: Die Bundesnetzagentur geht von 20 Prozent, die Rechtsberatung Rödl & Partner von 40 Prozent höheren Preisen schon ab 2025 aus.
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